Luxemburg: «Der Überfall in Ettelbrück war unvorhersehbar»
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Luxemburg«Der Überfall in Ettelbrück war unvorhersehbar»

ETTELBRÜCK – Ein Angestellter der Gemeinde wurde beim Versuch, den Strom in einem Ettelbrücker Cafe abzuschalten, geschlagen und zeitweise festgehalten.

von
Joseph Gaulier
20220326, Ettelbrück, Rue du Deich, Däichhal, congrès national CSV, Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Jean-Paul Schaaf (CSV), Bügermeister von Ettelbrück.

DPA

Vergangen Freitag ist ein städtischer Angestellter bei seinem Vorhaben, den Strom in einem Lokal abzustellen, abgegriffen worden. Einer der beiden Angreifern war auch der Inhaber des Lokals, wie die Polizei am Montag mitteilte. «Die Leute sind natürlich nie glücklich, wenn man ihnen den Strom abstellen möchte. Aber eine Attacke in solch einem Zusammenhang gab es vorher noch nie», sagte der Bürgermeister von Ettelbrück, Jean-Paul Schaaf (CSV) zu dem Vorfall.

Die mutmaßlichen Täten haben ihn geschlagen und sogar kurzzeitig festgehalten. Derzeit kann das Opfer noch nicht arbeiten, aber «es geht im gut», so Jean-Paul Schaaf. Der Gemeindemitarbeiter erstattete sofort Anzeige bei der Polizei und die beiden mutmaßlichen Angreifer wurden einem Untersuchungsrichter vorgeführt.

Der Bürgermeister erklärte, dass das Prozedere ordnungsgemäß eingehalten worden sei: «Die Stadt ist der Betreiber des Stromnetzes. Sie schaltet den Strom auf Antrag des Stromversorgers ab. Der Techniker ist lediglich seiner Arbeit nachgekommen. Er konnte nicht ahnen, welcher Akt der Gewalt ihn erwarten würde. Das war alles nicht vorhersehbar», betonte Schaaf. Das Lokal und seine Gäste sorgten manchmal für «nächtliche Ruhestörungen in der Nachbarschaft, aber nie für derartige Vorfälle».

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