Work-Life-Balance: Der Vaterschaftsurlaub in Luxemburg wird ausgeweitet

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Work-Life-BalanceDer Vaterschaftsurlaub in Luxemburg wird ausgeweitet

LUXEMBURG – Die Minister für Arbeit und Familie, Georges Engel und Corinne Cahen, haben am Donnerstag Gesetzesentwürfe vorgelegt, die eine EU-Richtlinie von 2019 umsetzen sollen.

von
Nicolas Martin

AFP

Wie lassen sich Beruf und Privatleben im Großherzogtum besser vereinbaren? Zwar ist eine Reduktion der gesetzlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden in dieser Legislaturperiode nicht vorgesehen, weil sich LSAP und DP diesbezüglich uneinig sind. Dennoch haben Arbeitsminister Georges Engel (LSAP) und Familienministerin Corinne Cahen (DP) am Donnerstag eine Reihe von Maßnahmen zur Umsetzung einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2019 vorgestellt – für eine bessere Work-Life-Balance.

Mit dem Hinweis darauf, dass Luxemburg mit seiner Reform zur Flexibilisierung der Elternzeit im Jahr 2016 vorangegangen ist, stellten die Minister am Donnerstag einige Neuerungen vor. Schließlich ist es «eine Frage der Balance zwischen Arbeit und Privatleben, aber auch der Gleichberechtigung», betonte Georges Engel.

Änderungen beim Elternurlaub

Die erste Änderung betrifft den zehntägigen Vaterschaftsurlaub, der bald auch für Selbstständige möglich sein soll. Außerdem sollen bei gleichgeschlechtlichen Paaren auch die Partner einen Anspruch haben, unabhängig davon, ob sie die leiblichen Eltern oder die Adoptiveltern sind (Pflegeurlaub). dies gelte auch für andere Arten der Elternschaft.

Familienministerin Corinne Cahen stellte zudem Änderungen beim Elternurlaub vor, der seit der Reform von 2016 nach eigenen Angaben fast genauso häufig von Männern wie von Frauen in Anspruch genommen wird. Künftig müsse der Arbeitgeber demnach – wenn er keine Elternzeit gewährt – dies schriftlich und nicht mehr nur mündlich begründen und zudem eine Alternative anbieten.

Darüber hinaus werden zwei neue Urlaube eingeführt: Zum einen der «Helferurlaub» (bis zu fünf Tage pro Jahr) für Personen, die sich um eine kranke Person in der Familie kümmern müssen. Zum anderen soll es einen Urlaub für Ereignisse «höhere Gewalt» oder eines Unfalls (1 Tag) geben. (Beispiel: Das Kind stürzt und muss ins Krankenhausaufenthalt. Die Bescheinigung des Arztes ist maßgeblich.)

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