Nach dem Schneechaos – Der Verkehr normalisiert sich wieder

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Nach dem SchneechaosDer Verkehr normalisiert sich wieder

LUXEMBURG - Nach den heftigen Schneefällen beruhigt sich nun die Verkehrssituation. Die französische Autobahn in Richtung Luxemburg ist nicht mehr gesperrt, auch der Tunnel Howald ist wieder geöffnet.

Die Situation auf den Straßen entspannt sich allmählich. Die Autobahnen sind wieder frei, wie der Automobilclub Luxemburg meldet.

Die A 31 in Richtung Luxemburg ist nun auf französischer Seite wieder geöffnet.
Seit etwa 14 Uhr ist das Fahrverbot für LKWs in Luxemburg wieder aufgehoben. Die Polizei eskortierte die Laster über die Autobahnen. Das Fahrverbot war am späten Vormittag verhängt worden, um Platz für die Streufahrzeuge zu schaffen, die seit Mitwochabend ebenfalls blockiert waren. Die Autobahnen waren bis zum Mittag Eispisten.

Tunnel Howald auch auf

Auf der A1 ist nun der Tunnel Howald in Richtung Gaspericher Kreuz wieder auf. Die Sperrung sollte größere Staus verhindern.

Auch auf der A3 von Luxemburg in Richtung französische Grenze zwischen Gaspericher und Bettemburger Kreuz sowie auf der A6 von der belgischen Grenze Richtung Hauptstadt gibt es wieder freie Fahrt. Auf der A6 staute sich der Verkehr vorhin über 14 Kilometer bis nach Capellen.

Hochwasser in Remerschen und Wasserbillig

Allerdings melden der Automobilclub und die Polizei Luxemburg weiterhin Überschwemmungen an der Mosel. In Remerschen ist weiterhin die Nationalstraße N10 für den Verkehr gesperrt, weil die Uferpromenade in Remich unter Wasser steht. An der Sauermündung «Spatz» in Wasserbillig ist die Mosel ebenfalls über die Ufer getreten. Die Polizei warnt, weil dort noch keine Schilder aufgestellt sind.

Ab Freitag wieder Schule

Wegen Schneechaos blieben alle Schulen in Luxemburg am Donnerstag geschlossen, wie das Schulministerium mitteilte. Auch in der Europaschule, im Schengen-Lyzeum und an der Uni fiel der Unterricht aus. Das Auswahlverfahren für künftige Staatsbeamte fand nicht statt, ebenso wie alle Sprachkurse am «Institut national des langues». Am Freitag werden die Schulen jedoch wieder geöffnet sein.

Im Saarland und Rheinland-Pfalz Behinderungen

Das winterliche Wetter sorgte auch auf den Straßen der deutschen Grenzregion für starke Behinderungen. Nach Schneebruch mussten einige Steigungen für den Verkehr gesperrt werden. Die Polizei zählte von Mittwoch- bis Donnerstagabend knapp 120 Unfälle im Saarland und mehr als 50 in der Trierer Gegend. Sie waren großenteils auf die Witterung zurückzuführen. Mehrere Menschen wurden verletzt, eine Frau kam im Nord-Osten von Rheinland-Pfalz ums Leben.

Unter der Schneelast war wohl auch ein Baum zusammengebrochen, den eine Regionalbahn mit 100 Reisenden bei Kordel in der Nähe von Trier überfuhr. Verletzt wurde dabei niemand, der Zug konnte weiterfahren.

Mehrere Stunden, um nach Hause zu kommen

Bereits am späten Mittwochnachmittag war das Chaos auf den Straßen in Luxemburg und der Großregion ausgebrochen: Viele Autofahrer brauchten mehrere Stunden, um von der Arbeit nach Hause zu kommen. Viele waren blockiert und kamen erst in den frühen Morgenstunden nach Hause. Andere ließen ihre Autos stehen - zum Teil auf dem Standstreifen der Autobahnen - und stiegen auf öffentliche Verkehrsmittel um. In Luxemburg- Stadt fuhren ab dem Abend keine Busse mehr. Am Donnerstag wird der Fahrplan wieder eingehalten, wie es bei der Stadt heißt.

(L'essentiel Online/dpa)

Der nächste Schnee kommt Freitagmorgen

Für Freitagmorgen sagen die Wetterexperten vom Findel ab 7 Uhr neue Schneefälle voraus. Zu einem ähnlichen Chaos wie am Mittwochabend und Donnerstagmorgen sollte es aber nicht kommen. Vorhergesagt wird ein halber Zentimeter Neuschnee im ganzen Land.

Züge fahren, am Findel kann es Ausfälle geben

Während Autofahrer überall auf den Straßen feststecken, haben Zugfahrwer keine Probleme. Auf Anfrage heißt es bei den CFL, dass der Schienenverkehr nach Fahrplan funktioniere.

Am Findel konnte der erste Flieger am Morgen nach Mailand starten. Am Mittwochabend war der Flughafen bis Mitternacht gesperrt. Elf Luxair-Flüge wurden storniert, teilte die Fluggesellschaft mit. Rund 850 Passagiere saßen in Luxemburg fest und wurden von der Airline mit Essen und Trinken versorgt. 200 Fluggäste wurden in Hotels untergebracht.

Am heutigen Donnerstag kann aber weiterhin zu Störungen am Findel kommen. Passagiere sollten sich vor der Anfahrt auf der Internetseite des Flughafens www.luxairport.lu informieren.

Unfälle

Auf verschneiten und vereisten Straßen gab es bis zum Morgen mindestens 40 Unfälle, drei Personen wurden dabei verletzt. Über 65 Bäume stürzen auf Straßen. Insgesamt brauchten 20 Menschen Hilfe von Polizei und Feuerwehr.

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