Forscher warnen – Der Welt geht der Sand aus

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Forscher warnenDer Welt geht der Sand aus

Meeressand ist ein begehrter Rohstoff. Doch nun wird die endlos scheinende Ressource knapp. Forscher sprechen von einer «drohenden Tragödie».

24.10.2018, Philippinen, Boracay Island: Ein leerer Strand auf Boracay Island. Nach sechs Monaten soll die weltber�hmte Resortinsel s�dlich von Manila am 26.10. mit strengen Auflagen wieder f�r den Tourismus ge�ffnet werden. Nach Medienberichten d�rfen pro Tag nur noch etwa 6000 Touristen die Insel f�r maximal drei Tage besuchen. Verboten sind Strandpartys, laute Musik, Wassersport, Einwegprodukte sowie das Rauchen und Trinken am Strand. Die Schlie�ung sollte Hotels und Restaurants zwingen, ihr Abwasser selbst zu reinigen oder einen Anschluss an die Kanalisation herzustellen. Foto: Rouelle Umali/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

24.10.2018, Philippinen, Boracay Island: Ein leerer Strand auf Boracay Island. Nach sechs Monaten soll die weltber�hmte Resortinsel s�dlich von Manila am 26.10. mit strengen Auflagen wieder f�r den Tourismus ge�ffnet werden. Nach Medienberichten d�rfen pro Tag nur noch etwa 6000 Touristen die Insel f�r maximal drei Tage besuchen. Verboten sind Strandpartys, laute Musik, Wassersport, Einwegprodukte sowie das Rauchen und Trinken am Strand. Die Schlie�ung sollte Hotels und Restaurants zwingen, ihr Abwasser selbst zu reinigen oder einen Anschluss an die Kanalisation herzustellen. Foto: Rouelle Umali/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Rouelle Umali

Das gibt es doch wie Sand am Meer – dieser Spruch könnte auf eine Sache bald nicht mehr zutreffen: der Sand selbst wird laut Experten knapp auf der Erde. Das Wissenschaftsmagazin «Science» warnte vor kurzem, dass der begehrte Rohstoff zur Neige geht. Das ist nicht nur für Sommerurlaube an Traumstränden schaden, denn was viele nicht wissen: Sand wird in nahezu allen Lebensbereichen eingesetzt.

Sei es auf Baustellen, in der Kosmetik und Elektronik, Sand wird gebraucht und lange nicht jeder Sand kann für die gewünschten Zwecke verwendet werden. So ist der Wüstensand durch den Wind so fein geschliffen, dass er nicht mehr im Hausbau genutzt werden kann. Bisher werden Schwimmbagger eingesetzt, um Sand aus Flüssen, Seen und den Meeren zu fördern, dies wirkt sich jedoch auch auf das Ökosystem vor Ort aus.

Gibt es eine Sand-Mafia?

Teils werden sogar Stimmen laut, die von einer Sand-Mafia sprechen, die rund um den Globus im Einsatz ist. Ein besonders aufsehenerregender Fall von Sand-Diebstahl ist schon bekannt: Ein ganzer Sandstrand in Jamaika wurde sozusagen über Nacht abgetragen.

Forscher arbeiten derzeit an Alternativen und Methoden, um Baustoffe zu recyceln oder auch den feinen Wüstensand in Zukunft nutzbar zu machen.

(L'essentiel/fee)

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