Stipendienregelung – Der Widerstand formiert sich weiter

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StipendienregelungDer Widerstand formiert sich weiter

LUXEMBURG – Zahlreiche Kinder von Grenzgängern haben auf ihre Stipendienanfrage Ablehnungsbescheide erhalten. Drei Organisationen wollen dies auf EU-Ebene ändern.

Die Interessenvereinigung «Europäische Grenzgänger in Luxemburg» hat am Donnerstag das Verwaltungsgericht angerufen.

Die Interessenvereinigung «Europäische Grenzgänger in Luxemburg» hat am Donnerstag das Verwaltungsgericht angerufen.

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Dass der luxemburgische Staat das Kindergeld für Jugendliche über 18 Jahren nicht mehr auszahlt und Kinder von Grenzgängern kein Anrecht auf eine Studienförderung aus dem Großherzogtum mehr haben, stößt bei vielen sauer auf. Die Gewerkschaft OGBL, der Dachverband der christlichen Gewerkschaften Belgien (CSC) und die Interessenvereinigung «Europäische Grenzgänger in Luxemburg» haben bei der Europäischen Kommission dagegen Beschwerde eingereicht.

Demnach dürften die Stipendienanfragen von Studenten, deren Vater oder Mutter als Grenzgänger im Großherzogtum arbeitet, von der luxemburgischen Regierung abgelehnt werden. Dem christlichen Gewerkschaftsbund LCGB, der mit dem CSC verknüpft ist, liegen 30 solcher Fälle vor. Der OGBL verzeichnet 80 weitere Ablehnungsbescheide und hunderte von Anfragen, die noch nicht beantwortet wurden.

Die drei Organisationen können sich an das Verwaltungsgericht in Luxemburg wenden. Der LCGB und die Vereinigung «Europäische Grenzgänger in Luxemburg» haben dies bereits getan. Der Richter hat mindestens fünf Monate Zeit, um ein Urteil auszusprechen. «Die Europäische Kommission wartet darauf, um selbst Position zu beziehen, und gegebenenfalls den Europäischen Gerichtshof einzuschalten», sagt Nico Clement vom OGBL.

L'essentiel Online/Patrick Théry

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