RAF-Bilanz – «Der Wu-Tang Clan ist einfach unberechenbar»

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RAF-Bilanz«Der Wu-Tang Clan ist einfach unberechenbar»

LUXEMBURG - Das Rock-A-Field hat seinen 10. Geburtstag gefeiert. Veranstaltungsleiter Laurent Loschetter zieht eine Bilanz.

RAF-Chef Laurent Loschetter zog eine Bilanz der Jubiläumsveranstaltung. (Bild: Editpress)

RAF-Chef Laurent Loschetter zog eine Bilanz der Jubiläumsveranstaltung. (Bild: Editpress)

L'essentiel: In welchem Gemütszustand war das RAF-Team bei dem diesjährigen Jubiläum?
Laurent Loschetter: In einem sehr guten Zustand. Wir hatten eine Menge Druck. Aber das ist jedes Jahr so und von daher nichts Neues. Wir waren ein wenig gestresster, da wir einiges umgestellt hatten. So wurde etwa die Homepage komplett neu gestaltet. Es fehlten so manche Automatismen. Ich bin froh darüber, dass wir diese Neuerungen durchgeführt haben.

Wie schätzen Sie den leichten Rückgang bei der Besucherzahl ein?
Am Sonntag waren wir auf unserem üblichen Niveau (14.000), am Samstag war es fast wie im Vorjahr (12.000) und am Freitag kamen wir auf 11.000 Besucher. Ich würde es direkt wieder so machen, weil die Leute wirklich glücklich waren. Die Atmosphäre auf dem Campingplatz war unglaublich gut. Ich ziehe es vor, auch einmal etwas anderes zu probieren, anstatt sich nur auf den Lorbeeren auszuruhen. Andernfalls würden wir direkt gegen eine Mauer fahren.

Der Wu-Tang Clan war nicht mit der kompletten Besetzung da. Was ist passiert?
Mit dieser Band ist es ein heilloses Durcheinander. Es ist eine verrückte Sache, selbst der Tour-Manager wusste nicht wirklich was los ist. Sie waren zuvor in der Schweiz – und da haben zwei Mitglieder beschlossen, in die USA zurückzufliegen. Method Man hat vor zwei Wochen mitgeteilt, dass er nicht kommen würde. Dann kamen sie zu spät. Sie sind einfach unberechenbar. Sie sind älter geworden, aber nicht verlässlicher. Aber wir wollten sie nach Luxemburg holen.

Was waren Ihre musikalische Highlights?
Mir hat Marmozets wirklich gut gefallen und ich fand Talisco unglaublich. Kate Tempest hat mich auch berührt. Balthazar hat eine super Show geliefert. Bei den Großen war Muse wie eine gut geölte Maschine und Bastille lieferte einen sauberen Pop. Ganz zu Schweigen von Kraftklub, die sind gemacht für die Bühne. Die Show von Rise Against war ebenfalls gut und die Stimmung beim Wu-Tang Clan war lustig. Wenngleich die immer noch eine Enttäuschung waren.

(Cédric Botzung/L'essentiel)

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