«Reality Face» – Deshalb sehen so viele Stars gleich aus
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«Reality Face»Deshalb sehen so viele Stars gleich aus

Die Prominenz in Hollywood sieht sich immer ähnlicher. Nun gibt es auch einen Begriff dafür – «Reality Face». Ein Facharzt erklärt, ob das auch in Europa ein Trend ist.

Dass die Kardashians nicht leicht voneinander zu unterscheiden sind, wissen wir mittlerweile. Dass aber auch Nicht-Kardashians wie Klone von Kim (37) und ihren Schwestern aussehen, ist neu: Das «Reality Face» ist geboren.

Benannt nach dem Grund für ihre Berühmtheit – dem Genre des Reality-TV –, zeichnen sich die Reality Faces durch einen unverkennbaren Look aus: Große Lippen, sehr glatte und makellose Haut, viel Schminke und betonte Augenbrauen lassen das Gesicht der Frauen künstlich und alterslos aussehen. Das Schönheitsideal hat aber auch einen weiteren Effekt: Die Stars sehen alle irgendwie gleich aus.

Lippen sind ein großes Thema

Vor allem die unnatürlich vollen Lippen und die glatte Haut der Reality Faces machen den Look laut Dailymail.co.uk jedoch zu dem, was er ist. Anhand dieser Merkmale lässt sich oft erkennen, dass die Stars ihrem Aussehen mit ästhetischen Eingriffen nachgeholfen haben.

Auch in Europa sind Behandlungen dieser Art zurzeit sehr gefragt, erklärt Dr. med. Felix Bertram: «Gesichts- und Lippenbehandlungen mit Hyaluronsäure und Faltenbehandlungen mit Botulinumtoxin (Botox) führen die Rangliste klar an.» Die Hemmschwelle für diese sogenannten nichtinvasiven Eingriffe ist niedrig – sie werden ohne Vollnarkose durchgeführt und erzielen nur temporäre Ergebnisse.

Kim und Khloé sind keine Vorbilder

Der Facharzt für Dermatologie stellt jedoch klar, dass die typische Europäerin eher einen natürlichen Look anstrebt: «Oberste Priorität ist, dass man die Eingriffe nicht als solche erkennt. Dieser ‹Reality Look› ist eine Ausnahme.» Lediglich in der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen werde der Wunsch nach diesem Aussehen gelegentlich ausgesprochen.

Prominente Schönheitsideale haben die Europäerinnen dennoch. «Angelina Jolie, Gigi Hadid und Amber Heard werden häufig als Vorbild genannt», sagt Bertram. Er betont jedoch, dass in seiner Klinik ungern mit Promi-Vorbildern gearbeitet wird, «da es falsche Erwartungen bei den Kundinnen weckt und man realistischerweise solche Ergebnisse nicht garantieren kann».

Die prominenten «Reality Face»-Klone zeigen wir Ihnen in der Bildstrecke.

(L'essentiel/anh)

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