Insolvenz angemeldet – Dessous-Label Agent Provocateur ist pleite
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Insolvenz angemeldetDessous-Label Agent Provocateur ist pleite

Der englische Wäschehersteller hatte mit sinkenden Verkäufen zu kämpfen, nun ist der Konzern insolvent. Mehreren Filialen droht die Schließung.

Die Unterwäschemarke Agent Provocateur mit Filialen in fast 20 Ländern steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Österreich-Niederlassung musste nun Insolvenz anmelden. Die Zukunft des Geschäfts an der noblen Adresse Tuchlauben 14 in Wien ist damit ungewiss. Agent Provocateur verkauft teure Dessous und Bademode. Für einen Büstenhalter gibt man dort zwischen 110 und 500 Euro aus.

Auch das Mutterunternehmen, Agent Provocateur Ltd. mit Sitz in London, ist seit dem 2. März 2017 insolvent. Das vom Sohn der britischen Designern Vivienne Westwood, Joe Corré, und seiner damaligen Frau gegründete Unternehmen eröffnete seinen ersten Store im Stadtteil Soho. Nach der Insolvenzanmeldung sicherte sich die Investmentfirma Four Holdings die Anteile der Dessousfirma. Four Holdings gehört zu einem Drittel dem britischen Sportwarenhändler Sports Direct. Gründer Corré fürchtet, dass der neue Eigentümer einen Großteil der Filialen schließen wird.

In letzter Zeit plagten sinkende Verkaufszahlen und Ungereimtheiten in der Buchhaltung das Label. Antrag auf Sanierung der österreichischen Niederlassung gibt es bisher nicht. Die Anzahl der betroffenen Gläubiger und die Schulden müssen erst ermittelt werden. Es gehe offenbar um 180.000 Euro. Ob das Geschäft in den Tuchlauben bestehen bleibt, ist ungewiss.

(L'essentiel/jt/esc)

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