Kritik – Deutsche Post betreibt Filialen meist mit Partnern

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KritikDeutsche Post betreibt Filialen meist mit Partnern

Die Deutsche Post betreibt die meisten Zweigstellen zusammen mit Partnern – und schließt eigene Filialen zunehmend. Auch Briefkästen werden seltener.

In Eigenregie betrieben Post-Filialen werden seltener, ebenso Briefkästen.

In Eigenregie betrieben Post-Filialen werden seltener, ebenso Briefkästen.

DPA/Holger Hollemann

Die Post unterhält bundesweit inzwischen rund 26.000 Filialen. Die allermeisten dieser Zweigstellen werden zusammen mit Partnern betrieben, wie der Bonner Logistikkonzern am Donnerstag mitteilte. Den Angaben zufolge handelt es sich dabei um etwa 13.000 klassische Partnerfilialen, 10.500 DHL-Paketshops sowie mehr als 2000 kleinere Verkaufsstellen.

In vielen Regionen habe man das Netz an Gemeinschaftsniederlassungen erweitert, erklärte die Post 25 Jahre nach dem Beginn des Regelbetriebs der Partnerfilialen. Dort werden Postdienstleistungen zum Beispiel in Verbindung mit Zeitschriften, Lotto oder Schreibwaren angeboten.

Kritik an der Ausdünnung des Filial- und Briefkastennetzes

Ein Grund für die Umstellung sei gewesen, «unser Filialnetz wirtschaftlicher zu betreiben», sagte Deutsche-Post-DHL-Manager Holger Bartels. Aber auch die Verbraucher hätten Vorteile von der Ausweitung des Konzepts der Partnerfiliale: Kunden bekämen so «einen besseren Service sowie deutlich längere Öffnungszeiten».

Allerdings hat die Post im Gegenzug auch viele in Eigenregie betriebene Filialen geschlossen. Vor rund einem Jahr hatte es aus der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion geheißen, dass die Zahl der eigenen Postfilialen binnen 20 Jahren von rund 6000 auf etwa 1000 (Stand erstes Halbjahr 2019) gesunken sei. Die Ausdünnung des Netzes an Briefkästen stieß ebenfalls auf Kritik: Hier gab es demnach seit 2002 einen Rückgang von 130.000 auf 110.000.

(L'essentiel/dpa)

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