Mittwochmittag – Deutsche Streife fängt sich Knöllchen in Echternach

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MittwochmittagDeutsche Streife fängt sich Knöllchen in Echternach

ECHTERNACH - Ein deutscher Polizeiwagen parkte am Mittwoch über eine Stunde lang mitten auf dem Echternacher Marktplatz. Logische Konsequenz: ein Knöllchen.

Die Polizei darf eben doch nicht alles. Schon gar nicht außerhalb der eigenen Grenzen. Diese Lektion musste sich am Mittwoch eine deutsche Polizeistreife in Echternach in Form eines Strafzettels erteilen lassen. Die Beamten waren in Echternach geladen, um an einem Treffen zur Organisation der Springprozession teilzunehmen.

Am frühen Nachmittag parkten sie zu diesem Zwecke ihr Dienstfahrzeug mitten auf dem Marktplatz. Der Bereich ist Fußgängerzone und somit herrscht dort absolutes Parkverbot. Das Fahrzeug sei gegen 12.30 Uhr abgestellt worden, erklärt ein Angestellter der Gemeinde gegenüber L'essentiel: «Und hat dann sicher eine gute Stunde lang dort gestanden.»

Deutsche Polizei will der Sache nachgehen

Genug Zeit für den «Agent municipale», das Vergehen zu bestrafen. Wie jeder andere Falschparker ohne Sonderrechte handelte sich auch die deutsche Streife ein Knöllchen ein – in diesem Fall in Höhe von 49 Euro. Ob die gesühnte Polizeistreife ihre Strafe zahlen wird, bleibt offen. Unmittelbare finanzielle Konsequenzen hat sie keine zu fürchten. Denn auch wenn das Knöllchen nicht beglichen wird: Ins Ausland wird es in der Regel nicht nachgeschickt werden.

Wiederholungstäter müssen allerdings damit rechnen, irgendwann einen sogenannten Hemmschuh an ihrem Wagen vorzufinden. «Das würden wir bei Kollegen aber wohl eher nicht machen», erklärt eine Sprecherin der Police Grand-Ducale. Im Gegensatz zum «Agent municipale» verfüge die Polizei über andere Mittel, um die Falschparker auszumachen. Bleibt im aktuellen Faller erst einmal nur, auf die Reue der Parksünder zu hoffen. Bei der Polizeiinspektion Trier zeigt man sich zumindest überrascht und verspricht, der Sache nachzugehen.

(pw/L'essentiel)

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