Überschuss – Deutschland macht Plus von 8,3 Milliarden

Publiziert

ÜberschussDeutschland macht Plus von 8,3 Milliarden

Die gute Konjuntkur lässt die Staatseinnahmen in Deutschland sprudeln. Besonders die Sozialversicherung sorgte für den satten Überschuss von 8,3 Milliarden Euro.

Viel Arbeit, hohe Staatseinnahmen: Die nach wie vor gute konjunkturelle Entwicklung habe erneut zu höheren Staatseinnahmen geführt, berichteten die Statistiker.

Viel Arbeit, hohe Staatseinnahmen: Die nach wie vor gute konjunkturelle Entwicklung habe erneut zu höheren Staatseinnahmen geführt, berichteten die Statistiker.

DPA

Die gute Konjunktur hat dem deutschen Fiskus einen Überschuss beschert. Im ersten Halbjahr 2012 nahm der Staat nach vorläufigen Ergebnissen 8,3 Milliarden Euro mehr ein, als er ausgab, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) errechnet sich daraus eine Überschussquote von 0,6 Prozent. Während einige Länder im Euroraum mit umfassenden Sparbemühungen versuchen, die lodernde Staatsschuldenkrise zu überwinden, ist Deutschland damit weit von der Defizit-Marke von 3,0 Prozent des BIP entfernt, die der Maastricht-Vertrag höchstens erlaubt.

Letzter Überschuss im Jahr 2007

2011 hatte Deutschland ein gesamtstaatliches Defizit von 1,0 Prozent erwirtschaftet. Einen Überschuss im Gesamtjahr gab es zuletzt 2007.

Wirtschaft auf Wachstumskurs

Die Schuldenkrise im Euroraum bremst die deutsche Konjunktur - dank der starken Exporte und des kräftigen Konsums im Inland bleibt die Wirtschaft trotzdem auf Wachstumskurs. Im zweiten Quartal 2012 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent, berichtete das Statistische Bundesamt am Donnerstag und bestätigte damit erste Schätzungen. Zum Jahresbeginn 2012 hatte das BIP um 0,5 Prozent zugelegt.

Positive Impulse kamen im zweiten Quartal von den Exporten sowie den privaten und staatlichen Konsumausgaben. Hingegen gingen die Investitionen in Bauten und vor allem in Ausrüstungen wie Maschinen und Fahrzeuge gegenüber dem Vorquartal erneut zurück. Ausschlaggebend für das dritte Minus bei den Ausrüstungsinvestitionen in Folge dürfte die Unsicherheit der Unternehmer angesichts der weiter ungelösten Euro-Staatsschuldenkrise sein.

Im Vergleich zum zweiten Quartal des vergangenen Jahres legte das BIP in Deutschland preisbereinigt um 0,5 Prozent zu. Allerdings gab es in diesem Jahr einen Arbeitstag weniger. Kalenderbereinigt lag der Zuwachs bei 1,0 Prozent.

(L'essentiel Online/dpa)

Deine Meinung