Romantisches DSDS-Finale – Deutschlands Superstar heißt Pietro

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Romantisches DSDS-FinaleDeutschlands Superstar heißt Pietro

Ein Liebespaar im «DSDS»-Finale: Das bedeutete Kuschelkurs statt Konkurrenzkampf, warme Worte statt fieser Sprüche. Pietro Lombardi setzte sich hauchdünn gegen Sarah Engels durch.

Vom «Depp mit der Käpp» zur «Sensation am Mikrofon»: Pietro Lombardi (18) aus Karlsruhe hat die achte Staffel der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» gewonnen. Der Mini-Jobber setzte sich in der Nacht zum Sonntag mit 51,9 Prozent der Zuschauerstimmen gegen seine Konkurrentin und Freundin Sarah Engels aus Hürth durch. Die beiden 18-Jährigen hatten Ende April bekanntgegeben, ein Liebespaar zu sein. Die erste Single von Pietro ist ein Discostampfer und heißt «Call My Name», traditionell komponiert von «DSDS»-Übervater Dieter Bohlen.

Bei der Urteilsverkündigung um 0.30 Uhr liefen Tränen über die Wangen von Sarah. Zerknirscht kam sie zum Siegerlied wieder auf die Bühne. «Ich hoffe, dass unsere Liebe Bestand hat», sagte Sarah bei der Pressekonferenz nach der Show. «Dass Pietro jetzt soviel Geld hat, ist ja auch schön», ergänzte sie. Pietro war erst sprachlos, sagte dann aber: «Am Anfang war ich der Clown und jetzt: Wow.» In der kommenden Woche nimmt Ober-Juror Bohlen ein Album mit Pietro auf. Bei zwei Balladen solle auch Sarah zu hören sein, versprach Bohlen. Das Siegerlied wurde bereits in der Finalnacht als Download angeboten und erreichte sofort die Spitze der Charts der führenden Anbieter.

Weniger Zuschauer als vor einem Jahr

Die Entscheidung um 0.30 Uhr sahen im Schnitt 5,62 Millionen Zuschauer (34,8 Prozent Marktanteil). Die eigentliche Finalshow ab 20.15 Uhr sahen im Schnitt 6,30 Millionen Menschen (23,6 Prozent). In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen holte RTL sogar einen Marktanteil von starken 36,4 Prozent. Das Finale vor einem Jahr (Mehrzad Marashigegen Menowin Fröhlich) hatten mehr Menschen gesehen: 7,58 Millionen.

Pietro trug in der Finalsendung die Lieder «Que Sera Sera» von der Hermes House Band und «Dance With My Father» von Luther Vandrossvor und erntete dafür großen Applaus. Sarah wippte wie eine reife Sängerin zu «How Will I Know» von Whitney Houstonüber die Bühne und ließ sich zu «Run» von Leona Lewisan Drahtseilen in den Studiohimmel ziehen.

Neue Jury für 2012

In der Jury saßen in dieser «Superstar»-Runde erstmals die gebürtige Brasilianerin Fernanda Brandao (28) und der Schweizer Patrick Nuo(28). Nach einem Bericht der «Bild am Sonntag» haben die beiden Sänger erst am Samstag aus der «Bild»-Zeitung erfahren, dass sie rausfliegen und Dieter Bohlen für 2012 auf eine neue Jury setzt. Brandao und Nuo zeigten sich über diese Entscheidung enttäuscht.

Dieter Bohlen hat für die neunte Runde der RTL-Castingshow Änderungen angekündigt. Der Sieger wird dann zusätzlich zu seinem Plattenvertrag 500 000 Euro in bar erhalten. Außerdem sollen nach Angaben von Bohlen und RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger die Altersbegrenzungen nach oben gelockert werden. Bisher durften die Kandidaten nicht älter als 30 Jahre sein. «Wichtig ist: Man sollte was von Musik verstehen, sonst gibt es was auf die Rübe», sagte Bohlen in der Show.

Macht Schreyl weiter?

Ob weiterhin Marco Schreyl(37) die Sendung moderiert, der das seit Herbst 2005 macht, ist unklar. Der «Süddeutschen Zeitung» vom Samstag sagte er über seine Zukunft als «DSDS»-Ansager: «Sicher keine Ewigkeit. Aber gern, solange es allen und mir Spaß macht.»

Er hat jedenfalls auch außerhalb Ambitionen: «Ich würde gerne etwas mit journalistischem Tiefgang machen, etwas ruhiger, vielleicht auch wieder mit einem Sitzplatz für mich.»

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