Film-Blogger – «DiCaprios ‹The Revenant› ist nichts für Frauen»

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Film-Blogger«DiCaprios ‹The Revenant› ist nichts für Frauen»

Ein Filmkritiker erzürnt die Frauen: Er pauschalisiert und sagt, Leonardo DiCaprios neuer Film sei zu brutal für die Damenwelt.

«‹The Revenant› ist ein unbarmherzig brutaler Mittendrin-Film, eine Vertiefung in die rohen Elemente, wie man es noch nie gesehen hat. Vergesst, dass Frauen sich das ansehen.» – Mit diesem Tweet hat sich Jeffrey Wells keine Freunde gemacht. Der Filmkritiker aus Los Angeles wird nun nämlich selbst kritisiert. Als «Frauenhasser» und «Sexist» wird er bezeichnet und er kann so ganz und gar nicht mit dieser Kritik umgehen.

Denn kaum hat Wells die ersten Tweets gegen seine pauschalisierende Aussage, Frauen könnten brutale Filme nicht vertragen, verdaut, publiziert der Film-Blogger schon die nächste frauenfeindliche Äußerung auf seiner Website. «Was hättet ihr geschrieben, wenn ihr mit einer Freundin im Kino wärt, die sich bei den brutalen Szenen vor Ekel windet und zittert wie ein verschrecktes Eichhörnchen?», fragt er empört und merkt gar nicht, dass er schon wieder alle Frauen auf dem Planeten in einen Topf wirft. Er habe seine Kollegin, die er übrigens liebevoll als «Weichei» bezeichnet, sogar ab und an dazu angehalten, «sich gefälligst zusammenzureißen».

Nicht der erste verbale Fehltritt

Zugegeben, der neue Streifen mit Leonardo DiCaprio dürfte wirklich nichts für schwache Gemüter sein. Aufgeschnittene Tierkadaver dampfen in der Winterkälte. Brutale Szenen bei denen mehr als nur Blut fließt, kommen im Halbstunden-Takt vor. «The Revenant» verspricht roh, direkt und heftig zu sein, wie eine Geburt. Das findet auch «Cosmopolitan» und fragt direkt: «Schon mal was vom Kindergebären gehört?»

Wie «The Guardian» schreibt, ist dieser Ausbruch an Frauenfeindlichkeit aber nicht der erste in Jeffrey Wells Karriere. Über den Trailer zu «Trainwreck» schrieb er, Amy Schumer würde «aussehen wie Jennifer Anistons dicke, nicht so hübsche Schwester». Dass Schumers Filme nicht gerade dazu dienen, Schönheitsideale zu porträtieren, ist für Wells da natürlich nebensächlich. Außerdem schrieb er in einem Post über ein Theaterstück auch mal diese Worte: «Wenn Frauen die Persönlichkeit und das Temperament von Hunden hätten, wäre das Leben wahrlich himmlisch und ekstatisch.»

(L'essentiel/ink)

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