Bier-Erbin als Model – Die Baroness im Gruselkabinett
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Bier-Erbin als ModelDie Baroness im Gruselkabinett

Ein sezierter Ehemann, ein abgehacktes Bein und ein in Zellophan gehüllter Elvis im Schlepptau: Fashion-Ikone Daphne Guinness beherrscht das Spiel der Provokation.

«Sie ist eine der stilvollsten Frauen, wenn nicht sogar die stilvollste Frau der Welt», sagte einst Kult-Designer Tom Ford über sie. Mit ihren extravaganten Outfits, ihrer Madame-de-Pompadour-Frisur und ihrer millionenschweren Haute-Couture-Sammlung fasziniert Daphne Guinness Fashionistas, Fotografen und Kulturschaffende.

Die 45-Jährige stammt aus einer irischen Adels-Dynastie, die durch die 1759 gegründete Bierbrauerei Guinness Weltruhm erlangte. Als Kind verbrachte Daphne ihre Ferien oft in Cadaqués, Spanien, unter anderem auch in der Villa des spanischen Surrealisten Salvador Dalí.

Bad Boy David LaChapelle, Silikonbrüste und eine sezierte Leiche

Surrealistisch mutet auch das neue Editorial der Baronesse an: In der Dezember-Ausgabe von «Harper's Bazaar China» zeigt sich die Fashion-Ikone als Kunstfigur. Starfotograf David LaChapelle, der Provokation und Popkultur auf geniale Weise verbindet, zeigt uns Daphne Guinness als Hohepriesterin der Mode mit einem Hang zum Morbiden.

Auf dem einen Foto lässt sie sich gerade Silikonbrüste implantieren, während ihr toter und sezierter Ehemann neben ihr auf einem Tisch liegt. Auf einem anderen Foto wird sie von einem Tiger angegriffen, der ihr bereits einen Teil des Beins abgebissen hat. Das Duo bietet kreative Modefotografie und Provokation vom Feinsten. Wie sagte einst Salvador Dalí, der Freund der Familie Guinness? «Wer interessieren will, muss provozieren.»

Daphne Guinness bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Fashion Institute of Technology in New York im Herbst 2011 (FIT)

(L'essentiel Online/ydm)

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