Stau-Studie – Die Belgier sind Stau-Weltmeister

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Stau-StudieDie Belgier sind Stau-Weltmeister

Mit einem Jahresdurchschnitt von 23,4 Stunden Wartezeit im Auto sind die Belgier diejenigen, die am meisten unter Verkehrsstaus leiden. Luxemburg rangiert auf Platz 6.

Obwohl das Großherzogtum weltweit «nur» Rang sechs der am stärksten verkehrsbelasteten Staaten  erreicht, hält es eine Spitzenposition, unter den Ländern, in denen sich der Verkehrsfluss am meisten verschlechtert hat.

Obwohl das Großherzogtum weltweit «nur» Rang sechs der am stärksten verkehrsbelasteten Staaten erreicht, hält es eine Spitzenposition, unter den Ländern, in denen sich der Verkehrsfluss am meisten verschlechtert hat.

Auto fahren in Belgien dürfte der schlimmste Alptraum für Verkehrsteilnehmer sein, wenn man einer Studie des Verkehrs-Dienstleisters Inrix glaubt. Demnach sind die beiden am stärksten verkehrsbelasteten Städte der Welt Brüssel und Antwerpen.

Nach den aktuellen Daten standen Autofahrer im benachbarten Königreich während der vergangenen zwölf Monate in Schnitt insgesamt 23,4 Stunden im Stau. Fast sechs Mal mehr als die niederländischen Autofahrer und sieben Stunden mehr als die französischen, den beiden anderen europäischen Staaten, die am stärksten von Verkehrsstaus betroffen sind. Der einzige Trost: Die Anzahl der Stunden im Verkehrstau ist 2012 gegenüber dem Vorjahr gefallen. Den Grund dafür sieht das Magazin Forbes, das sich in einem Artikel auf die Studie bezieht, in der europäischen Schuldenkrise.

«Gute Nachrichten für die Wirtschaft»

Luxemburg nimmt in der Analyse eine bemerkenswerte Sonderstellung auf dem europäischen Kontinent ein: Obwohl das Großherzogtum weltweit «nur» Rang sechs der am stärksten verkehrsbelasteten Staaten erreicht, hält es eine Spitzenposition, unter den Ländern, in denen sich der Verkehrsfluss am meisten verschlechtert hat. In einem Jahr stieg die Zahl der Staustunden um 38 Prozent. Luxemburg liegt damit weit vor Irland (10 Prozent) und den USA (4 Prozent). Bei Luxemburgs unmittelbaren Nachbarn dagegen war der entgegengesetzte Trend zu beobachten, was die in Staus verbrachte Stundenzahl betrifft: -1 Prozent in Belgien, 6 Prozent in Frankreich und -23 Prozent in Deutschland.

Das Fazit, das Jim Bak von Inrix aus der Studie zieht, hört sich allerdings positiv an - zumindest, wenn man die Umweltprobleme ausblendet: «Obwohl die Zunahme der Wartezeiten im Verkehr in einigen Ländern keine gute Nachricht für die Fahrer ist, so ist sie doch eine gute Nachricht für die Wirtschaft dieser Länder. Es bedeutet nämlich, dass die Menschen zur Arbeit gehen und ihr Geld und dass Unternehmen Waren austauschen».

Nach den staatlichen Prognosen dürfte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Luxemburg im kommenden Jahr 2,2 Prozent erreichen. Ob die entsprechenden Effekte auf das Verkehrschaos folgen werden, bleibt also abzuwarten.

(L'essentiel Online/jmh)

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