Deutscher «Groundhopper» – «Die BGL Ligue ist eine richtige Kaffeeliga»

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Deutscher «Groundhopper»«Die BGL Ligue ist eine richtige Kaffeeliga»

LUXEMBURG – Sebastian ist Groundhopper und besucht Fußballstadien auf der ganzen Welt. Mit uns hat er über seine Erfahrungen im Großherzogtum gesprochen.

Sebastian Jonas besucht Fußballspiele und -stadien in aller Herren Länder.

Sebastian Jonas besucht Fußballspiele und -stadien in aller Herren Länder.

Sebastian Jonas

Sebastian Jonas ist 28 Jahre alt und von Beruf Rechtsanalyst. In seiner Freizeit ist er ein Groundhopper, also ein leidenschaftlicher Fotograf, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Fußballspiele und -stadien auf der ganzen Welt zu besuchen. Der Deutsche, der in Grevenbroich in der Nähe von Düsseldorf wohnt, war vor kurzem auch im Großherzogtum zu Besuch.

«Ich war gerade an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen in Luxemburg», erzählt er. «Ich schaue mir gerne Fußball im Ausland an und habe mir zum Ziel gesetzt, alle Stadien der BGL Ligue mindestens einmal gesehen zu haben. Das habe ich auch schon in Belgien und den Niederlanden gemacht, in der ersten und zweiten Liga. In Luxemburg ist alles viel familiärer als in Deutschland. Auf sehr liebevolle Weise sage ich immer, dass die BGL Ligue eine richtige Kaffeeliga ist, weil die Spiele sonntags um 16 Uhr zur Kaffeezeit ausgetragen werden. Es gibt weniger Distanz zwischen dem Publikum und den Spielern, alles ist sehr zugänglich».

« Mitten in der Meisterfeier der Fola »

In sehr kleine Länder zu reisen sei für ihn immer sehr aufregend – auch wenn das Niveau niedriger ist. Der 28-jährige Groundhopper hat bereits 24 Länder bereist und ist ein echter Experte. «Jede Reise ist ein neues Abenteuer, besonders in weniger touristischen Gebieten. Ich war einerseits schon in Andorra, Gibraltar oder San Marino und andererseits habe ich Chelsea an der Stamford Bridge und dem AC Meiland im Giuseppe-Meazza-Stadion gesehen.

Besonders gerne denkt er auch an das Escher Derby im Mai 2021 zurück: «Wir waren mit vier Personen dort. Nach dem Schlusspfiff waren wir plötzlich mitten in der Meisterfeier der Fola. Das wäre in Deutschland nie möglich gewesen und das ist es, was ich an Luxemburg wirklich schätze». Langfristig will Sebastian alle Mitgliedsländer der Uefa besuchen.

(Frédéric Lambert/L'essentiel )

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