Tod eines Zweijährigen – «Die Bilder des Kleinen kehren immer zurück»

Publiziert

Tod eines Zweijährigen«Die Bilder des Kleinen kehren immer zurück»

DIFFERDINGEN – Am Montag starb ein kleines Kind bei einem Unfall auf der Rue Soleuvre in Differdingen. «L'essentiel» hat mit dem Fahrer gesprochen.

Franco und Pascal Mancino: «Der Tod des Kindes ist unerträglich.»

Franco und Pascal Mancino: «Der Tod des Kindes ist unerträglich.»

Gaël Padiou/L'essentiel

«Ich muss die ganze Zeit weinen», sagt Francisco. Francisco war der Fahrer, dessen Truck am Montag einen kleinen Jungen auf einer Straße in Differdingen erfasste. Das Kind starb noch vor Ort. Francisco sitzt jetzt nicht in seinem Kipplaster. Er liegt vor einem Motor auf dem Gelände des Transportunternehmens Mancino & Fils, den er repariert. Das Sprechen fällt ihm schwer. «Ich kann nicht schlafen. Die Bilder des Kleinen kehren immer wieder zurück», sagt er.

Senior-Chef Franco Mancino erinnert sich an den Anruf, der sein Leben veränderte. «Francisco hat bei mir angerufen, er hat geweint und geschrien, dass er ein Kind getötet hat.» Franco Mancino verständigte seinen Sohn Pascal, der sofort zur Unfallstelle fuhr – aber nichts mehr tun konnte.

Psychologische Betreuung

Seit dem Unfall gab es keine Minute, in der in dem Unternehmen nicht über die Tragödie gesprochen wurde. «Wir können die Zeit nicht zurückspulen», sagt Pascal Mancino. «Es ist schwer, den Tod des Kindes zu akzeptieren. Wir denken an die Eltern. Unser Fahrer muss sich psychologisch untersuchen lassen.»

Die Fahrer des Transportunternehmens Mancino & Fils versehen ihre Trucks am heutigen Donnerstag mit weißen Bändern. Sie binden die «Rubans» an die Spiegel ihrer Fahrzeuge und wollen damit an den Tod des zweijährigen Jungen erinnern, der am Montag auf der Rue Soleuvre überfahren wurde. «Es ist das Mindeste, was wir zu Ehren des Kindes tun können», sagt Franco Mancino.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

Deine Meinung