So nicht! – Die dümmsten Fehler, die Touristen machen

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So nicht!Die dümmsten Fehler, die Touristen machen

Um wenige Cent feilschen und aus Geiz die besten Attraktionen auslassen: Einfach nur doof. Auch die lokale Tierwelt wird für manche zum Stolperstein.

Missverständnisse aufgrund von Sprachbarrieren, ein Fauxpas bei den Tischmanieren – peinliche Erlebnisse lassen sich auf Reisen nie ganz vermeiden. Und seien wir ehrlich: Manchmal sind sie das Salz in der Suppe. Das beschämte Lachen der Teemeisterin in Kyoto, wenn man die Tasse etwas zu laut ausschlürft. Das verblüffte Gesicht des kolumbianischen Kellners, wenn man ihm gesteht, dass man scharf ist, wenn man eigentlich nur sagen wollte, dass einem etwas warm ist. Momente, die man nie vergessen wird und über die man auch Jahre später noch schmunzeln kann.

Geizhälse haben weniger Spaß

Manche Reisende machen jedoch Fehler, die nicht mehr nur amüsant, sondern schlichtweg doof sind. In einem Reddit-Thread unterhalten sich die User über die schlimmsten Touristen-Sünden. Ihren Anfang nahm die Diskussion mit dem Beitrag eines holländischen Redditors, der sich über einen Backpacker mokierte, der nach einem missglückten Verhandlungsversuch lieber stundenlang durch die Gassen zog, als einen Dollar mehr für die geplante Unterkunft auszugeben.

Über knausrige Rucksacktouristen nervt sich auch ein kolumbianischer Nutzer: «Sie brüsten sich damit, nur fünf Dollar am Tag auszugeben, leben dafür aber seit Monaten nur von Wasser und Brot.» Durch eine falsche Budgetplanung vermiesen sich Billigreisende auch so manches Highlight. User Kalkush kann ein Liedchen davon singen: «Sie fahren bis nach Puerto Natales, aber an einer Exkursion zum Perito-Moreno-Gletscher nehmen sie nicht teil, weil die ihnen zu teuer ist.» Wieso bis ans Ende der Welt reisen, wenn man dann nur im Hostel rumsitzt?

Ein Wolf ist kein Retriever

Ein weiterer Kardinalfehler, der oft begangen wird: die lokale Küche nicht wertzuschätzen. «Ich sag ja nicht, dass ihr euch direkt am Straßenrand verpflegen müsst, aber ins Pub könnt ihr auch wieder, wenn ihr daheim seid», schreibt ein Redditor. Andere fühlen sich dafür etwas zu sehr daheim. «Ein Typ in Marokko hat doch tatsächlich Leitungswasser getrunken. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass er die kommenden Tage auf der WC-Schüssel verbracht hat», so der Anekdotenschreiber dazu.

Auch die lokale Tierwelt wird für manche Besucher zum Stolperstein. Ein kanadischer Kommentator beobachtete im Jasper-Nationalpark eine unglaubliche Szene. «Wir sahen, wie Touristen einen Wolf anlockten, um ein tolles Foto zu schießen – als ob er ein Golden Retriever wäre», schreibt er. Eine andere Person beschreibt, dass sie Zeugin davon wurde, wie Touristen ihre Kleinkinder für einen tollen Schnappschuss auf den Rücken von nicht zugerittenen Pferden setzten. «Leute können sich im Umgang mit Tieren so blöd anstellen», lautet das nüchterne Fazit.

Was in dem Thread bislang noch nicht erwähnt wurde, sind kleidungstechnische Fehlgriffe jeder Art. So sind Hot Pants auf dem Souk in Marrakesch etwa ähnlich deplatziert wie Flip-Flops bei einer Wanderung durch die Schweizer Berge. Und natürlich ist es auch eine dumme Idee, für ein kurzes Amateurfilmchen die Cheops-Pyramide zu besteigen.

Was sind Ihrer Ansicht nach die schlimmsten Fehler, die Touristen – seien es Pauschalurlauber oder Backpacker – auf Reisen machen? Diskutieren Sie mit im Talkback!

(L'essentiel/sei)

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