Überlebenskampf – «Die Elefanten-Babies könnten ertrinken»

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Überlebenskampf«Die Elefanten-Babies könnten ertrinken»

Das Leiden der Flutopfer in Thailand geht weiter. In einer besonders bedrohlichen Lage befinden sich 17 Elefanten in Ayutthaya. Sie können nur noch per Boot gefüttert werden.

17 Elefanten sind in der Königsstadt Ayutthaya, die in der Nähe von Bangkok liegt, gestrandet.

17 Elefanten sind in der Königsstadt Ayutthaya, die in der Nähe von Bangkok liegt, gestrandet.

Auch wenn das Schlimmste überstanden ist, die Wassermassen sorgen in Thailand immer noch für großes Elend. Prekär ist die Situation in der Königsstadt Ayutthaya, die rund 70 Kilometer nördlich von Bangkok liegt. Bis zu drei Meter hoch steht das Wasser hier - und dies könnte noch Tage, wenn nicht Wochen so bleiben.

In der Stadt ist der «Ayutthaya Elephant Palace Royal Kraal» beheimatet. Die Institution gibt misshandelten und verletzten Dickhäutern ein Domizil. Da die Elefanten-Anlagen und die Unterkünfte der Wärter überflutet wurden, retteten sich Mensch und Tier auf eine Anhöhe. Dort sitzt eine Gruppe von 17 Tieren seit bereits einem Monat fest. Sie harren laut verschiedenen lokalen Medien auf einer nur wenige Meter breiten Betoninsel aus, ohne Schutz vor der Sonne.

«Sie sind zu klein, um zu schwimmen»

Der Großteil der ursprünglich 90-köpfigen Herde konnte sich aus eigener Kraft schwimmend vor den Wassermassen retten. Zurückgeblieben sind Muttertiere mit ihren Jungen - sieben davon sind unter vier Jahre alt. «Sie sind zu klein, um von ihren Müttern durch das hohe Wasser geführt zu werden, sie könnten ertrinken», sagte Pfleger Pat Parinnam Anfang der Woche. Bis die Flut zurückgeht, müssen die Dickhäuter täglich per Boot mit Zuckerrohr und Ananas versorgt werden.

Das Futter wird knapp, das Geld fehlt. Wie die «Köln Nachrichten» schreiben, sammelt der Kölner Zoo für die leidenden Tiere in Thailand. Laut Informationen des Zoos, der in Kontakt mit Leuten in Ayutthaya steht, müssen sich die Elefanten auf der Anhöhe den Platz mit Vieh der Bauern aus der Umgebung teilen. Die Pfleger leben mit ihren Familien in Zelten oder unter Planen zwischen den Tieren.

L'essentiel Online/feb/mba/dapd

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