Katastrophe in Colorado – Die Feuersbrunst ist selbst im All sichtbar

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Katastrophe in ColoradoDie Feuersbrunst ist selbst im All sichtbar

Eine erste Bilanz zeigt: Das Flammeninferno in Colorado ist das zerstörerischste in der Geschichte des US-Staates. Die Löscharbeiten dauern noch bis Mitte Juli.

Nach tagelangem Kampf gegen das Flammeninferno im US-Staat Colorado haben die Behörden am Donnerstag eine erste Bilanz gezogen. Allein in der Stadt Colorado Springs seien 346 Häuser in 35 Straßenzügen abgebrannt, teilte Bürgermeister Steve Bach nach Angaben der «Denver Post» mit. Sogar aus dem Weltall sind der Waldbrand und der dichte Rauch gut zu sehen.

Das Waldo Canyon-Feuer soll damit bereits jetzt der zerstörerischste Waldbrand in der Geschichte des Staates sein. Zeitweise hatten sich 36 000 Menschen vor dem Flammeninferno in Sicherheit bringen müssen.

Kühleres Wetter kommt zu Hilfe

Nach Medienberichten durften die ersten Bewohner am Donnerstag wieder in ihre Häuser zurückkehren. Kühleres Wetter und abflauende Winde waren den tausenden Feuerwehrleuten zur Hilfe gekommen. US-Präsident Barack Obama wollte am Freitag in das Katastrophengebiet fliegen und sich ein Bild von der Lage machen.

Kongressmitglieder aus Colorado haben am Donnerstag bei der US-Regierung Hilfe beantragt. Wegen der anhalten Brände sollte der Staat zum Katastrophengebiet erklärt werden. Damit könnten Gelder und Hilfsmittel schneller bewilligt werden.

Die Feuer hätten in diesem Jahr schon 598 Häuser zerstört und mehr als 50 Millionen Dollar zur Bekämpfung verschlungen, zitierte die «Denver Post» aus dem Antrag der Abgeordneten.

Brandursache nach wie vor unbekannt

Die Forstbehörde rechnet damit, dass es bis Mitte Juli dauern wird, alle Feuer zu löschen. Mit Hilfe der Bundespolizei FBI soll jetzt verstärkt nach den Brandursachen gesucht werden.

Der Auslöser für das verheerende Feuer in Colorado Springs ist noch unbekannt. An anderen Stellen gehen die Ermittler davon aus, dass Blitze die Feuer entzündet haben. Wegen der Großbrände haben bereits 30 Gemeinden in Colorado die zum US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli üblichen Feuerwerke abgesagt.

(L'essentiel Online/sda)

Eine Leiche geborgen

Die Waldbrände im US-Bundesstaat Colorado haben mindestens einen Menschen das Leben gekostet. In einem abgebrannten Haus in der zweitgrößten Stadt Colorado Springs sei eine Leiche entdeckt worden, teilte Polizeichef Pete Carey nach örtlichen Medienberichten am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Eine zweite Person werde noch vermisst. Das Todesopfer wohnte in dem Viertel Mountain Shadows, das teilweise von den Flammen eines großen Brandes im Waldo Canyon erfasst worden war.

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