Verbindung zu Katar – Die Fifa eröffnet eine Außenstelle in Paris
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Verbindung zu KatarDie Fifa eröffnet eine Außenstelle in Paris

Der Fußball-Weltverband Fifa eröffnet wieder eine Außenstelle in Paris. Für Aufsehen sorgt dabei die Verbindung zur königlichen Familie in Katar.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (links) neben Fifa-Präsident Gianni Infantino bei der WM 2018.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (links) neben Fifa-Präsident Gianni Infantino bei der WM 2018.

DPA/Petr David Josek

Der Fußball-Weltverband Fifa wird nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag) und der französischen Zeitung «Le Monde» an diesem Donnerstag seine Außenstelle in Paris eröffnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron werde dies verkünden, hieß es in den Berichten. Abseits des Hauptquartiers in Zürich sollen dann rund 100 Fifa-Mitarbeiter im Hôtel de la Marine arbeiten.

Ab Samstag solle das neue Domizil für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Offiziell will die Fifa in Frankreichs Hauptstadt ihre Verbindungen zur französischsprachigen Fußball-Welt, aber auch zu Institutionen wie der Unesco – der Kulturorganisation der Vereinten Nationen – verbessern.

Aufregung um Verbindung zu Katar

Bereits im vergangenen Oktober hatte die Fifa mitgeteilt, dass sich Macron und Frankreichs Verbandschef Noël Le Graët grundsätzlich darauf geeinigt hätten, dass der Weltverband Anfang 2021 eine Filiale in der französischen Hauptstadt eröffnet. Die Fifa wurde 1904 in Paris gegründet und zog 1932 nach Zürich um.

Für Aufregung sorgt, dass laut der «Süddeutscher Zeitung» das Gebäude in Zukunft auch eine private Kunstsammlung «großzügiger Gönner» beherbergen soll – nämlich der königlichen Familie von Katar. Also das Land, welches im Winter 2022 die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten wird und immer wieder wegen Menschenrechtsverletzungen in den Schlagzeilen ist.

(L'essentiel/dpa)

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