Animal-Flow, Eisbäder, Pickleball – Die Fitness-Trends 2022 sind ziemlich speziell
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Animal-Flow, Eisbäder, PickleballDie Fitness-Trends 2022 sind ziemlich speziell

Neues Jahr, neue Möglichkeiten, fit zu werden. Der Wellness-Markt boomt – wir verraten, welche Hypes es gibt.

Neuer Fitness-Trend: Das Mindlabs-Studio in London misst Hirnströme, um die mentale Gesundheit zu verbessern.

Neuer Fitness-Trend: Das Mindlabs-Studio in London misst Hirnströme, um die mentale Gesundheit zu verbessern.

Mindlabs

1. Eisbäder daheim

Abtauchen in eisig kaltes Wasser und für mindestens zwei Minuten durchhalten – immer mehr Menschen nehmen die Challenge an, die unter anderem von «Ice Man» Wim Hof geprägt wurde. Gestärktes Immunsystem, bessere Brainpower und gute Laune: Der Fitness-Guru schwört auf die Effekte für Körper und Geist, welche die tägliche Überwindung des eiskalten Abtauchens bringen soll.

Du hast keinen See vor deiner Haustüre? Das gilt ab sofort nicht mehr als Ausrede. Eine Firma aus England will nun allen den Zugang zu eiskalten Pools im eigenen Daheim ermöglichen. «The Monk Bath» launcht im Frühling 2022. Für die kostspieligen Pools, die daheim aufgebaut werden, gibt es bereits eine Warteliste.

2. Hula-Hoop mit Überraschungen

Ob es am Homeoffice liegt? Laut Google werden Hula-Hoop-Reifen mit Gewichten derzeit mehr gesucht denn je. Grundsätzlich funktioniert der Reifen immer noch so, wie wir es als Kinder gelernt haben. Hüfte kreisen lassen und volle Konzentration – das gibt einen super Trainingseffekt für die Bauch- und Rückenmuskulatur und stärkt den Fokus. Die zusätzlichen Gewichte sollen die Taille zusätzlich tonen und für eine größere Challenge sorgen.

Auch Reifen mit Massagenoppen boomen. Diese stimulieren die Faszien am Bauch und Rücken und sollen gegen Verspannungen helfen.

3. Animal-Flow: Tiere als Fitnessvorbilder

Während der Pandemie nutzten viele die Natur als Fitnesscenter. Dieser Trend geht nun einen Schritt weiter: Bei amerikanischen Fitness-Klassen wie «Animal Flow» oder «The Zuu» werden die Bewohner von Dschungel, Feld und Wiese imitiert. Bei den von Tieren inspirierten Ganzkörperübungen wird gehüpft wie ein Hase, auf allen Vieren gekrochen wie ein Bär, gesquattet wie ein Frosch und angegriffen wie ein Tiger. Dies soll die Koordination und die Kraft stärken, aber auch die Intuition fördern.

Vorerst sind die tierischen Stunden von Animal Flow nur online in der Schweiz verfügbar. Auch Zuu Fitness findet man online.

4. Rückwärts rennen für mehr Fortschritt

Geübte Joggerinnen und Jogger sollten sich dieses Jahr einem weiteren Google-Trend widmen – dem Rückwärtsrennen. Während du langsam nach hinten joggst und über deine Schulter schaust, entlastest du deine Knie, die beim Vorwärtsjoggen oftmals sehr belastet werden. Zudem wird die Balance trainiert, weshalb es bei Fußball-, Box- oder Hockey-Trainings bereits ein fester Bestandteil der Übungen ist. Das Ziel ist es nicht, fünf Kilometer rückwärts joggen zu können. Baue aber immer wieder ein paar kleine Einheiten in deine nächste Runde durch den Park ein.

5. Pickleball ist das neue Ping-Pong

Pickleball gewinnt weltweit stetig an Popularität – auch in der Schweiz. Pickle-was? Der Reihe nach: Dieser Freizeit-Sport ist eine Fusion aus Badminton, Tischtennis und Tennis – gespielt wird mit einem Schläger, der Paddle genannt wird, auf einem kleinen Feld mit den Maßen eines Badminton-Felds.

Es kann drinnen oder draußen gespielt werden und ist für alle Niveaus geeignet. In den USA schießen Pickleball-Hallen nur so aus dem Boden.

6. Maßgeschneiderte Achtsamkeit

Im Frühling 2022 eröffnet in London «MindLabs», ein Studio, das sich auf das Messen von Hirnwellen während Meditationen spezialisieren will. In über 50 verschiedenen Klassen pro Woche werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Mischung aus Helm und Stirnband tragen, welches die Aktivität des Hirns misst und aufzeichnet, bei welchen mentalen Bildern und Worten des Coaches die Entspannung am größten war.

So können individuelle Meditations-Programme für Einzelne kreiert werden. Du wohnst nicht in London? Per App können Achtsamkeits-Klassen zu Themen wie Liebeskummer, Einsamkeit oder schlechtem Schlaf gebucht werden.

(L'essentiel/Geraldine Bidermann)

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