«Guiness-Rishi» – Die ganze Welt auf den Körper tätowiert
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«Guiness-Rishi»Die ganze Welt auf den Körper tätowiert

Der Inder Har Prakash hat sein Leben den Superlativen verschrieben. Der schnellste Ketchup-Schlürfer, das längste Testament, und nun auch noch die meisten Flaggen unter der Haut.

Niemand hat mehr Flaggen-Tattoos als Guinness Rishi aus Indien. (Bild: Narendra Shrestha)

Niemand hat mehr Flaggen-Tattoos als Guinness Rishi aus Indien. (Bild: Narendra Shrestha)

Eigentlich stellt Har Prakash Autoteile her. Doch seine Leidenschaft gehört den Rekorden. Über 20 Weltrekorde in verschiedensten Disziplinen hält er schon – allerdings sind die meisten davon nicht offiziell bestätigt. Der Letzte allerdings schon.

Guinness Rishi, wie sich der Inder gerne nennt, lässt sich nämlich seit 2009 Länderflaggen und -karten auf den Körper tätowieren. Im Gesicht, auf dem Kopf, an Armen, Beinen und Bauch prangen die farbigen Fahnen. An einer Tattoo-Konferenz in Nepal erhielt der 69-Jährige am 22. April 2011 die Medaille für seinen Guinness-Rekord für die meisten Flaggen-Tattoos.

Friedens-Botschaft unter der Haut

«Die Leute halten mich für einen Spinner, doch das ist mir egal», wird Prakash im «Mumbay Mirror» zitiert. Für ihn zählt nur der Rekord. 305 verschiedene Länderflaggen und 185 Landkarten erstrecken sich über seinen Körper. Dazu kommen noch Mini-Fahnen und viele Ländernamen. Als wandelnde Weltkarte versteht er sich auch als Botschafter des Friedens. «Ich möchte mehrere Male um die Welt reisen.» Die Kinder der Länder, die unter seiner Haut verewigt sind, sollen ihre Flagge suchen und dabei mehr über die verschiedenen Länder erfahren.

Guinness Rishi hält nach eigenen Angaben unter anderem den Rekord im längsten Testament der Welt (489 Seiten) und schlürft schneller als alle eine ganze Flasche Ketchup leer. 490 Gramm Tomatensauce gehen in 39 Sekunden durch einen Strohalm in den Magen.

Einer von Millionen

Zudem hat er 2001 seinen 61-jährigen Schwager adoptiert, also das älteste Adoptivkind der Welt. Und auch beim Essens-Lieferdienst ist er ganz vorne mit dabei: Im September 2001 brachte er eine Domino's Pizza von Delhi nach San Francisco ins Ripley's Museum.

Als Grund für seine Rekord-Sucht sagte Rishi gegenüber der «Daily Mail», dass er in einem Land mit über einer Milliarde Einwohner herausstechen wolle. «Wer kein Geld hat, möchte etwas in seinem Leben erreichen. Also versuchen die armen Leute, mit Können und Willensstärke Rekorde zu brechen.»

fvo/L'essentiel Online

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