Panik und Schlägereien – Die größten Fußball-Katastrophen
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Panik und SchlägereienDie größten Fußball-Katastrophen

Die Tragödie beim Spiel zwischen Al-Masri und Al-Ahli gehört zu den schlimmsten Fußball-Katastrophen. Nur selten forderten Ausschreitungen im Stadion mehr Todesopfer.

Bei schweren Ausschreitungen nach einem Spiel der ägyptischen Fußball-Meisterschaft sind am 1. Februar 2012 über 70 Menschen ums Leben gekommen. Fans der Heimmannschaft stürmten das Feld, nachdem das Spiel zwischen den Teams Al-Masri und Al-Ahli (3:1) abgepfiffen worden war. Die Anhänger Al-Masris machten Jagd auf Spieler des Kairoer Klubs Al-Ahli. Dutzende Menschen wurden totgetrampelt oder erdrückt. Es ist die schlimmste Fußball-Katastrophe seit über 10 Jahren.

Die letzte Fußball-Tragödie, die Menschenleben forderte, ereignete sich im November 2011 in Indonesien. Beim Finale der Südasien-Spiele zwischen dem Gastgeber und Malysia wurden zwei Personen bei einer Massenpanik zu Tode getramptelt, da zu viele Zuschauer ins Gelora-Bung-Karno-Stadion in der indonesischen Hauptstadt Jakarta strömten.

Zuvor spielte sich ein Grossteil der schlimmen Fußball-Katastrophen in Afrika ab. Ende März 2009 kamen bei einer Massenpanik vor dem WM-Qualifikationsspiel zwischen der Elfenbeinküste und Malawi 19 Menschen ums Leben und 130 Menschen werden verletzt. Im Mai 2001 kommen bei Ausschreitungen in Ghana am Rande der Partie der Hearts of Oak Accra gegen Asante Kotoko 137 Fans ums Leben.

Heysel und Hillsborough

Die bekanntesten Fußball-Tragödien ereigneten sich in Europa. Im Mai 1985 starben beim Heysel-Drama in Brüssel 39 Menschen. Im Finale des Europapokals der Landesmeister zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin lösten Hooligans im baufälligen Stadion eine Massenpanik aus. Tausende Menschen wurden an den Gitterzäunen erdrückt und auf den Rängen niedergetrampelt.

Im April 1989 werden beim englischen FA-Cup-Halbfinale zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest 96 Supporter der «Reds» zu Tode gedrückt, weil im Hillsborough-Stadion in Sheffield zu viele Fans in einen Stehplatzsektor geleitet wurden.

L'essentiel Online/heg/pre

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