Claude Meisch – «Die Jugend legt mehr Wert auf das Luxemburgische»
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Claude Meisch«Die Jugend legt mehr Wert auf das Luxemburgische»

LUXEMBURG – Bei einer Diskussion über die Sprache stellte der Bildungsminister nicht nur eine Entwicklung sondern auch eine neue Begeisterung fest.

Zuletzt waren nach Angaben des Bildungsministers Luxemburgisch-Kurse gefragter als Französisch-Kurse.

Zuletzt waren nach Angaben des Bildungsministers Luxemburgisch-Kurse gefragter als Französisch-Kurse.

Vincent Lescaut

«Es ist gut, ab und zu über unsere Sprache zu sprechen», sagte Claude Meisch (DP), Minister für nationale Bildung, am Dienstag in der Abgeordnetenkammer. Der Stellenwert des Luxemburgischen auf dem Arbeitsmarkt war wie erwartet Gegenstand einer erweiterten Anfrage. Der Initiator, der Abgeordnete Fred Keup (ADR), bedauerte zunächst, dass der Gebrauch zurückgegangen sei, da Luxemburgisch hinter Französisch und Englisch nur «die dritte Sprache am Arbeitsplatz» sei. Er bedauerte auch, dass die Landessprache «immer weniger von den Arbeitgebern verlangt» werde.

«Das Land entwickelt sich weiter, die Sprache ist ein Indikator», sagte Meisch dazu. Seiner Meinung nach ist die Sprache «Teil unserer Identität» und er freute sich, dass «die junge Generation wieder mehr Wert auf das Luxemburgische legt». Er räumt ein, dass «die, die nicht Luxemburgisch gelernt haben, es auf dem Arbeitsmarkt schwerer haben.» Gleichzeitig verwies der Minister auf die steigende Zahl der Anmeldungen für spezielle Kurse am Institut National des Langues (INL). Mehr als 62oo Personen nahmen im Schuljahr 2019/2020 daran teil. Das seien mehr Menschen als in den Französisch-Kursen.

Die Politik bemühe sich deshalb um mehr Lehrkräfte, sagt Meisch. Seiner Ansicht nach komme das Interesse auch aus der grenznahen Großregion, wo Berufstätige «bessere Beschäftigungsaussichten durch das Erlernen der Sprache sehen».

(jg/L'essentiel)

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