Sommerschlussverkauf: «Die Kunden haben anders eingekauft»

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Sommerschlussverkauf«Die Kunden haben anders eingekauft»

LUXEMBURG – Nach vier Wochen Schlussverkauf fällt die von den Einzelhändlern gezogene Bilanz überwiegend positiv aus. Die Kunden hätten jedoch anders eingekauft als in vorherigen Jahren, erzählen Händler.

von
Marion Mellinger
Die Kunden hielten Ausschau nach Schnäppchen.

Die Kunden hielten Ausschau nach Schnäppchen.

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Am Samstag endete der Sommerschlussverkauf im Großherzogtum. Nun wird Bilanz gezogen. «Für die meisten Händler ist sie positiv, obwohl der Schlussverkauf am Tag nach dem Nationalfeiertag begonnen hat», so Mireille Rahmé-Bley, Präsidentin des Wirtschaftsverbands der Stadt Luxemburg (UCVL). Nicht unbedingt der richtige Tag gewesen, um den Schlussverkauf zu starten, wie Rahmé-Bley erzählt. Viele Leute seien wegen des Brückentags übers Wochenende weggefahren.

Bei den Einkaufsgewohnheiten der Kunden betrifft, stellten die Ladenbesitzer Veränderungen fest. «Man kann nicht sagen, dass sie weniger gekauft haben, aber sie haben anders eingekauft, gezielter. Sie haben wirklich auf die Rabatte gewartet», merkt die UCVL-Präsidentin an.

Restbestände sollten auch noch wegkommen

Das Niveau von 2019 sei nicht ganz erreicht worden, so Claude Bizjak, stellvertretender Direktor der luxemburgischen Arbeitgeberorganisation (CLC). Schuld seien die Kosten für Rohstoffe oder Produkte, die Inflation. Gezogen hätten die Rabatte aber dennoch. «Selbst in einem solch komplizierten Umfeld bleibt der Schlussverkauf ein von Verbrauchern und Händlern erwarteter Moment, und ein Großteil der Verbraucher nutzt ihn, um sich etwas zu gönnen», ergänzt er.

Um die Händler, die nicht alle ihre Bestände losgeworden sind, müsse man sich nach Ansicht von Mireille Rahmé-Bley keine allzu großen Sorgen machen. «Sie werden die Artikel weiterhin zu reduzierten Preisen anbieten. Außerdem gibt es ja noch die Touristen, welche auch in den Geschäften einkaufen. Was dann noch vorrätig ist, kann auf der Braderie verkauft werden, die vom 3. bis zum 5. September stattfindet», so die Präsidentin des UCVL.

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