Finale in der Europa League: «Die Leute mussten auf die Toilette, um Wasser zu bekommen»
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Finale in der Europa League«Die Leute mussten auf die Toilette, um Wasser zu bekommen»

Frankfurt setzte sich im Europa-League-Final gegen Glasgow Rangers durch. Die Freude bei den deutschen Fans war riesig. Auch wenn im Stadion so einiges schief gelaufen ist.

Die Fans feierten eine große Party.

Fan-Experte Michael Gabriel war als Zuschauer beim Europa-League-Triumph von Eintracht Frankfurt in Sevilla und hat vehement die Versorgung der Fans mit Getränken kritisiert. «Die Leute mussten auf die Toilette, um Wasser zu bekommen. Das war ein Desaster und aus meiner Sicht absolut unverantwortlich», sagte der Leiter einer Koordinationsstelle von Fanprojekten der Deutschen Presse-Agentur. Er war privat bei dem Endspiel.

Bereits während der Partie am Mittwochabend bei großer Hitze hatten sich Eintracht-Anhänger über geschlossene Getränkestände beklagt. In den sozialen Medien häuften sich in der Nacht zum Donnerstag die Vorwürfe. Die Europäische Fusball-Union Uefa als Organisator der Partie ist für eine Stellungnahme angefragt.

44.000 Zuschauer vor Ort

Gabriel bestätigte die Klagen der Frankfurter Zuschauer. Es habe schon vor dem Anpfiff nicht genügend Wasser gegeben, ebenso wenig habe man Ansprechpartner gefunden. Die Polizei sei da auch nicht hilfreich gewesen. «Die Situation war aus gesundheitlicher Sicht und aus Sicherheitsaspekten hochgefährlich», sagte er. «Umso beeindruckender, dass die Fans sehr verantwortungsbewusst darauf reagiert haben.»

Die Eintracht hatte die Partie im 44.000 Zuschauer fassenden Estadio Ramón Sánchez Pizjuán mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen die Glasgow Rangers gewonnen. Gabriel bemängelte auch, dass den Zuschauern beim Einlass fast alles abgenommen wurde – unter anderem auch Powerbanks, die die Fans zum Aufladen ihrer Handys dabei hatten, weil sie elektronische Tickets hatten.

(DPA/fss)

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