Horesca-Generealsekretär – «Die Menschen zu Hause haben nicht aufgepasst»

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Horesca-Generealsekretär«Die Menschen zu Hause haben nicht aufgepasst»

LUXEMBURG – Bars und Restaurants werden am härtesten von der Ausgangssperre betroffen sein. Trotzdem lobt François Koepp, Generalsekretär der Horesca, die Regierung.

François Koepp, Generalsekretär der Horesca, steht hinter der Entscheidung der Regierung.

François Koepp, Generalsekretär der Horesca, steht hinter der Entscheidung der Regierung.

«Ehrlich gesagt habe ich damit gerechnet», sagt François Koepp 48 Stunden nach der Ankündigung einer Ausgangssperre von 23 Uhr bis 6 Uhr in Luxemburg. «Die Regierung hat das Richtige getan, wir unterstützen sie! Wenn nichts entschieden worden wäre, hätte es noch schlimmer kommen können, mit dem Risiko eines kompletten Lockdowns», so der Generalsekretär der Horesca.

«Nein, wir sind kein Hot Spot. Covid-19 breitet sich aus, weil die Menschen zu Hause nicht darauf geachtet haben. Dann gehen sie hinaus und infizieren andere Menschen», kritisiert Koepp. «Und die Horesca soll als Kollateralschaden einer zweiten Welle der Epidemie erscheinen, von der die meisten europäischen Länder betroffen sind.» In Luxemburg beginnt die Ausgangssperre mit 23 Uhr erst später am Abend als in vielen anderen Ländern. Der Generalsekretär begrüßt diese Entscheidung: «Zum Glück ist es nicht 19, 20 oder 21 Uhr. Natürlich werden sich die Restaurantbesitzer anders organisieren müssen, indem sie beispielsweise eine Stunde früher öffnen.»

« Wir wünschen uns etwas Toleranz »

«Die nächsten Monate werden schwierig sein, bevor, wie ich hoffe, die Impfungen im März beginnen», so Koepp. «In der Zwischenzeit wird das Hotel- und Gaststättengewerbe noch weiter leiden», prognostiziert der Generalsekretär, der seine Branche dazu auffordert, «die Anweisungen zu respektieren und die Mitarbeiter zu ermutigen, sich testen zu lassen». Zur Bewältigung dieser neuen Welle und der neuen Maßnahmen, könnten auch neue Hilfen eingeführt werden, bestätigt François Koepp. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht die Übernahme eines Teils der Fixkosten von Hotels, Cafés und Restaurants.

Koepp wünscht sich aber auch gleichzeitig etwas Nachsehen von der Police Grand-Ducale. «Manchmal braucht es etwas Zeit, bis die Kunden wieder auf den Parkplatz und nach Hause gehen. Sie müssen Zeit haben, sich daran zu gewöhnen. Daher wünschen wir uns etwas Toleranz für die Maßnahme, die es in der jüngeren Geschichte Luxemburgs noch nie gegeben hat.»

(th/L'essentiel)

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