Messerattacke: Polizei erschießt Mieter bei Zwangsräumung

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MesserattackePolizei erschießt Mieter bei Zwangsräumung

In einer Kölner Wohnung wird ein Mann bei der Zwangsräumung erschossen. Die Polizei habe so den Messerangriff des Mannes abgewehrt.

Ein Mann wird bei der Zwangsräumung von der Polizei erschossen.

Ein Mann wird bei der Zwangsräumung von der Polizei erschossen.

Oliver Berg/dpa

Bei der Zwangsräumung einer Wohnung in der westdeutschen Stadt Köln hat die Polizei einen Mann erschossen. Bei dem Toten handelte es sich um den 48 Jahre alten Mieter der Räumlichkeiten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem Einsatz am Mittwochmorgen im Stadtteil Ostheim mitteilten.

Zuvor habe er nach bisherigem Ermittlungsstand Polizisten mit einem Messer angegriffen. Nach einem «erfolglosen Einsatz» von Pfefferspray und der Androhung des Schusswaffengebrauchs sei schließlich geschossen worden. Der Mann sei davon tödlich verletzt worden.

Der 48-Jährige war von den Behörden offenbar schon zuvor als gefährlich eingeschätzt worden. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte er schon zuvor Drohungen ausgesprochen, sollte es zu einer Räumung kommen. Die mit der Räumung beauftragte Gerichtsvollzieherin habe daraufhin bei der Polizei um Unterstützung gebeten. Wie viele Polizistinnen und Polizisten an dem Einsatz schließlich beteiligt waren, war zunächst noch unklar.

Der Tote war nach Angaben der Staatsanwaltschaft polizei- und gerichtsbekannt. Zuletzt sei er im Juni 2022 beim Amtsgericht Köln angeklagt worden. «Der Anklage lag der Vorwurf zugrunde, Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet zu haben, nachdem der Beschuldigte seinen Suizid angekündigt und sich gegen die ihm zu Hilfe eilenden Polizeibeamten mit Tritten zur Wehr gesetzt hatte», berichtete Oberstaatsanwalt Bremer.

(DPA)

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