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Corona-PandemieDie Prävention ist so wichtig wie die Behandlung

LUXEMBURG – Gesundheitsministerin Paulette Lenert und Dr. Alain Schmit, Präsident der Ärztevereinigung AMMD, haben um 15 Uhr über die Situation des Gesundheitssystems informiert.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert ist um 15 Uhr gemeinsam mit Dr. Alain Schmit, Präsident der Ärztevereinigung AMMD, vor die Presse getreten. In der Konferenz ging es um die Herausforderungen, die in den kommenden Tagen auf das Gesundheitssystem zukommen und um die Situation des medizinischen Personals.

Verfolgen Sie die Pressekonferenz hier noch einmal live.

Um 15 Uhr ist Gesundheitsministerin Paulette Lenert vor die Kamera getreten und hat zunächst die neuen Corona-Zahlen für Luxemburg verkündet.

• Seit Sonntag sind zwei weitere Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit hat das Großherzogtum bereits 22 Opfer zu beklagen.

• Elf der Verstorbenen waren im Krankenhaus, zehn im Altenheim, ein Patient verstarb zuhause.

• Außerdem zählt Luxemburg nun 1988 Corona-Infektionen, das ist ein Anstieg von 38 gegenüber gestern.

• 202 Menschen sind zur Zeit im Krankenhaus, 31 Patienten liegen auf der Intensivstation.

• 80 Patienten konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Das Coronavirus in LuxemburgInfogram

• Insgesamt wurden bisher 16.200 Menschen getestet.

• Das Gesundheitssystem muss komplett neu organisiert werden.

• «Wir haben ein gemeinsames Ziel. Wir arbeiten alle zusammen dafür, das Gesundheitssystem am Laufen zu halten.»

• Alles, was nicht wichtig ist, wird ausgesetzt. Alles was dringend behandelt werden muss, wird weiterhin behandelt.

• Die Telekonsultation ist zunächst der primäre Weg. Es ist «eine Filterfunktion».

• Luxemburg hat diverse Reserven für Telekonsultationen und auch für Hausbesuche.

• Auch Spezialisten sind in der Reserve, um auf Notfälle reagieren zu können.

• «Es kann sein, dass nicht immer jeder Patient den gewohnten Doktor haben wird.»

• Zahlreiche Berufe aus dem Gesundheitssystem werden vorübergehend beim Staat als Anstellung angeboten, um die entsprechenden Reserven zu haben.

• Es ist ab jetzt verboten für Pflegekräfte in Altersheimen mit Symptomen zur Arbeit zu gehen. In dem Fall ist ein Coronavirus-Test Pflicht. Das gleiche gilt für Pflegekräfte bei Hausbesuchen.

• Appell an die Bevölkerung, weiterhin die Maßnahmen zu befolgen.

Nun übernimmt Dr. Alain Schmitt, Präsident der Ärztevereinigung AMMD, das Wort.

• «Prävention vor Covid ist genauso wichtig wie die Behandlung von Coronavirus-Patienten.»

• Kliniken, Altersheime etc. müssen infizierte Patienten von den anderen abschirmen.

• «Eine nationale Koordination der Ärzte ist enorm wichtig.»

• Krankenhäuser, Altersheime etc. können zusätzliche Ärzte anfordern.

• Menschen mit Beschwerden, die nichts mit dem Coronavirus zu tun haben, sollen sich auf jeden Fall bei Ärzten oder in den Notaufnahmen melden, am besten zunächst telefonisch. Es gibt keinen Grund, aus Angst vor dem Virus nicht zum Arzt zu gehen.

(L'essentiel)

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