Festnahme nahe Lyon: «Die Räuber verhielten sich relativ respektvoll»

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Festnahme nahe Lyon«Die Räuber verhielten sich relativ respektvoll»

LYON/LUXEMBURG – Nach dem Überfall auf ein Uhrengeschäft in Luxemburg sind die mutmaßlichen Täter offenbar gefasst. Vor der Festnahme kam es zu kuriosen Szenen.

Eine Räuberbande ist am Mittwoch gegen 3 Uhr morgens in Arnas, einer kleinen Kommune in der Nähe von Lyon, festgenommen worden. Laut lokalen Medien soll es sich dabei um die selben Täter handeln, die am Dienstag ein Uhrengeschäft in der Rue Philippe II in Luxemburg-Stadt überfallen haben.

Die geflüchteten Kriminellen befanden sich zum Zeitpunkt der Festnahme in einem Haus. Die Bewohner hatten sie anscheinend als Geiseln genommen. «Sie kletterten auf eine Mauer, wobei sie ihre Waffen verloren», berichtet ein Journalist von France 3 Rhône Alpes, der mit der Familie sprach. «Sie gaben sich als Polizisten aus, um in das Haus zu gelangen.»

Räuber unter dem Bett

Demnach sollen sich die Kriminellen «relativ respektvoll» und «nicht aggressiv» verhalten haben. «Sie sagten der Familie, dass sie nichts zu befürchten habe», so der Journalist. «Sie blieben 45 Minuten im Haus, einer unter ihnen versteckte sich sogar unter dem Bett des ältesten Kinds», bevor die Polizisten das Haus stürmten.

Die Staatsanwaltschaft Lyon hält sich bislang zu den Festnahmen und zu möglichen Verbindungen der Männer nach Luxemburg bedeckt. Die Luxemburger Justiz wiederum erklärte am Mittwochnachmittag, dass «wahrscheinlich eine Verbindung mit dem bewaffneten Raubüberfall in Luxemburg-Stadt» besteht. Die Behörden beider Länder würden in diesem Fall eng zusammen arbeiten und entsprechende Überprüfungen durchführen, ob es sich bei den Verhafteten tatsächlich um die selben Täter wie in Luxemburg handelt.

(mc/L'essentiel)

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