Luxemburg – «Die Regierung lässt niemanden allein»

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Luxemburg«Die Regierung lässt niemanden allein»

LUXEMBURG - Einige Gemeinden im Süden des Landes wurden am Freitagabend von einem Tornado heimgesucht. Alle Entwicklungen im Newsticker.

Das Wichtigste in Kürze:

• Am Freitagabend gegen 18 Uhr wütete ein Tornado im Süden Luxemburgs.

• Betroffen ist vor allem der Raum Petingen/Niederkerschen.

• Verletzt wurden mindestens 19 Personen, zwei davon schwer.

• Rund 100 Häuser sind bis auf Weiteres unbewohnbar.

• Die Regierung hat einen Krisenstab unter Leitung von Sozialminsiter Dan Kersch (LSAP) eingerichtet.

NEWSTICKER:

Samstag, 10. August 2019

21.50 Uhr

An dieser Stelle beenden wir den L'essentiel-Newsticker zum Unwetter im Süden Luxemburgs. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen ein sturmfreies Wochenende.

21.35 Uhr

Am Samstagabend hat der Regierungsrat außerordentlich getagt. Die Minister trafen um 20 Uhr zusammen. Bei der anschließenden Pressekonferenz erklärten Premierminister Xavier Bettel (DP) sowie Innenministerin Taina Bofferding (LSAP), dass sie ob der Solidaritätswelle im ganzen Land überwältigt seien.

Dank des Zusammenhalts der Betroffenen, aber auch der selbstlosen Hilfe von Bürgern, Handwerksbetrieben und anderen Firmen aus dem ganzen Land könne man bereits gut 24 Stunden nach dem Tornado eine – den Umständen entsprechend – positive Bilanz ziehen. Die Aufräumarbeiten kämen sehr gut voran, alles sei gesichert, die betroffenen Menschen alle untergebracht und der Wiederaufbau garantiert. Und falls sich doch noch Probleme ergeben würden, könnten sich die Betroffenen auf die Regierung verlassen: «Wir lassen niemanden allein», versicherte Bofferding, die inzwischen die Leitung des Krisenstabs von ihrem Parteifreund Dan Kersch übernommen hat.

17.15 Uhr

Großherzog Henri, Premierminister Xavier Bettel (DP) und Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) haben sich am Samstagnachmittag ins Katastrophengebiet begeben, um sich selbst ein Bild der Lage in den vom Tornado getroffenen Gemeinden zu machen.

Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP), der seit Freitagabend den Krisenstab leitet, begleitete die Gruppe. Der Großherzog und die Minister sprachen außerdem mit Betroffenen und sicherten ihnen Hilfe zu.

17.04 Uhr

«Man hat uns gesagt, dass unsere Häuser einstürzen werden», berichtet Jessica Dos Santos aus Petingen. Die Gemeinde wurde besonders hart vom Tornado getroffen.

Den ganzen Bericht unseres Reporters vor Ort finden Sie hier: «Nos maisons sont en train de s'effondrer»

16.59 Uhr

Nachdem die Cactus-Filiale in Niederkerschen nach dem Unwetter am Samstag geschlossen bleiben musste, teilte die Handelskette am Nachmittag mit, dass der Markt am Sonntag wieder wie gewohnt öffne.

13.40 Uhr

Am Tag nach dem Unwetter sitzt der Schock in Niederkerschen tief. «L'essentiel»-Reporter Thomas Holzer ist vor Ort und hat mit den Betroffenen gesprochen, während die Aufräumarbeiten bereits im vollen Gange sind. Den ganzen Bericht finden Sie hier: «Das Dach des Nachbarn liegt in meinem Garten»

13.32 Uhr

Premierminister Xavier Bettel (DP) hat eine außerordentliche Sitzung des Regierungsrates einberufen. Die Minister werden sich am Samstagabend zusammenfinden. Im Anschluss, gegen 20 Uhr, stellt sich der Premier den Fragen der Medienvertreter.

12.35 Uhr

Im Interview mit L'essentiel hat Paul Schroeder, Generaldirektor des Corps grand-ducal d’incendie et de secours, die vergangene Nacht Revue passieren lassen. Außerdem erklärt er, was die Bevölkerung nun beachten muss.

Das Interview finden Sie hier: «Von Hochspannungs-​​Leitungen fern halten»

10.49 Uhr

Sozialminister Dan Kersch (LSAP) hat während einer Pressekonferenz am Samstagmorgen eine «schwere Bilanz» nach dem Unwetter von Freitagabend gezogen.

Die Zahl der Verletzten ist auf 19 angestiegen, zwei davon schwer. Bei der Zwischenbilanz in der vergangenen Nacht bestand nur Kenntnis von 14 Verletzten.

• Zwischen 80 und 100 Häuser seien nicht mehr bewohnbar.

• Für rund 60 Personen seien Unterkünfte besorgt worden. «Einige Betroffene sind im Urlaub oder haben selbst eine Lösung finden können», erklärte der Minister.

Hier finden Sie den ganzen Artikel zur Pressekonferenz.

9.56 Uhr

Der Krisenstab informiert derzeit die Presse über den Stand der Dinge.

7.55 Uhr

Die Supermarkt-Kette Cactus teilt mit, dass die Filiale in Niederkerschen nach dem Unwetter am Samstag geschlossen bleibt. Alle anderen Geschäfte würden wie gewohnt öffnen.

6.52 Uhr

Der staatliche Wetterdienst Meteolux ruft für den heutigen Samstag zwischen 10 und 18 Uhr die gelbe Sturmwarnung aus. Im ganzen Land sei mit Böen mit bis zu 70 Stundenkilometern zu rechnen. Mehr Details zum Wetter gibt's in diesem Artikel.

2.55 Uhr

Die Regierung kündigt für Samstagmorgen um 9.30 Uhr eine Pressekonferenz im Kulturhaus Käerjenger Treff in Bascharage an. Sozialminister Dan Kersch (LSAP) sowie Paul Schroder, Generaldirektor des Corps grand-ducal d’incendie et de secours würden dann, nach dem Unwetter den Medien Rede und Antwort stehen.

2.52 Uhr

Die Regierung teilt mit, dass sich Sozialminister Dan Kersch, der Innenministerin Taina Bofferding (beide LSAP) vertritt, sich vor Ort ein Bild der Lage gemacht hat. Er bestätigte die Opfer- und Schadenszahlen, die kurz vor Mitternacht kommuniziert worden waren. Außerdem dankte er den über 200 Rettungskräften sowie rund 40 Polizisten, die im Einsatz sind oder waren.

Aufgrund der auch am Samstag drohenden Stürme rät der Krisenstab der Bevölkerung, sich nicht in die betroffenen Gebiete zu begeben.

0.20 Uhr

Der Mineralölkonzern Total teilt mit, dass die Tankstelle in Bascharage durch das Unwetter in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mitarbeiter der Filiale seien nicht verletzt wurde, allerdings habe ein Kunde von den Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Die Tankstelle bleibe wegen nötiger Aufräum- und Reparaturarbeiten bis auf Weiteres geschlossen.

Freitag, 9. August 2019

23.50 Uhr

Der von der Regierung einberufene Krisenstab unter Leitung von Sozialminister Dan Kersch (LSAP) zieht eine erste Zwischenbilanz:

Die Zahl der Verletzten steige auf 14. Zwei davon seien schwer verletzt.

• In Käerjeng seien rund 100 Gebäude durch das Unwetter beschädigt worden. Bei etwa 35 Häusern sei das Dach teilweise oder sogar komplett abgedeckt worden. In Petingen seien zirka 60 Häuser betroffen.

• Zwar seien die Aufräumarbeiten bereits im vollen Gange. Diese könnten aber noch tagelang andauern.

• In Zusammenarbeit mit den Gemeinden seien zwei Notunterkünfte eingerichtet worden, in denen die betroffenen Bürger Zuflucht suchen können.

• Zwischen 17 und 21 Uhr sei der Notruf 112 über 1000 Mal kontaktiert worden. Rund 200 Rettungskräfte waren im Einsatz

• Priorität habe zunächst gehabt, weitere Verletzte zu vermeiden. Deshalb seien die in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude im Bereich zwischen Petingen und Käerjeng kontrolliert worden.

• Mehrere Strommasten seien bei dem Wetter umgestürzt. Die Stromversorgung der betroffenen Gebiete sei jedoch gewährleistet.

21.31 Uhr

Luxemburgs Regierung hat nach dem Unwetter einen Krisenstab eingerichtet. Bisher habe man Kenntnis von sieben Verletzten.

19.08 Uhr

Erste Bilder der Rettungskräfte zeigen, welche Spur der Verwüstung der Tornado hinterlassen hat.

18.59 Uhr

Die Polizei teilt mit, dass beim Unwetter im Raum Petingen/Niederkerschen mehrere Gebäude beschädigt wurden. Durch umgefallene Bäume, Verkehrsschilder und sonstige Trümmer sind mehrere Straßen in den beiden Ortschaften derzeit nicht befahrbar. Auf vielen umliegenden Straßen ist der Verkehr zum Erliegen gekommen.

Die Polizei rät, bis auf Weiteres diesen Teil des Landes mit dem Fahrzeug zu meiden. Bislang seien neben teils starken Beschädigungen an Gebäuden und Infrastrukturen vereinzelt leichtverletzte Personen gemeldet worden.

18.15 Uhr

Über den Süden Luxemburgs ist am Freitagabend gegen 18 Uhr ein Tornado gefegt. Dies belegen zahlreiche Fotos und Videos, die Leserreporter in diesen Minuten der L'essentiel-Redaktion zuschicken. Betroffen sind demnach vor allem die Gemeinden Petingen und Niederkerschen.

(Philip Weber/L'essentiel)

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