Modell von 1930: Die Mammut-Reise im Oldtimer Peugeot ist geschafft

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Modell von 1930Die Mammut-Reise im Oldtimer Peugeot ist geschafft

SENNINGEN – Steven Weinberg und seine Frau sind von ihrer mehr als 6000 Kilometer langen Rundreise im Peugeot von 1930 zurück. Ganz ohne Murren hatte der Oldtimer die Strecke aber nicht zurücklegen wollen.

von
Joseph Gaulier
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Steven Weinberg und seine Ehefrau Marie-Xavier sind am Ende ihrer Rundreise in einem Peugeot 201 angekommen.

Steven Weinberg und seine Ehefrau Marie-Xavier sind am Ende ihrer Rundreise in einem Peugeot 201 angekommen.

Steven Weinberg
Doch ganz reibungslos verlief die Reise des im Jahr 1930 gebauten Oldtimers nicht. Bereits in den ersten Tagen auf der Straße hatte das Auto mechanische Probleme.

Doch ganz reibungslos verlief die Reise des im Jahr 1930 gebauten Oldtimers nicht. Bereits in den ersten Tagen auf der Straße hatte das Auto mechanische Probleme.

Steven Weinberg
Der Oldtimer musste nach Luxemburg abgeschleppt werden.

Der Oldtimer musste nach Luxemburg abgeschleppt werden.

Steven Weinberg

Reisen verlaufen nicht immer wie geplant. Steven Weinberg kann ein Lied davon singen. Nicht ganz verwunderlich, wenn die Reise in einem Peugeot 201 aus dem Jahr 1930 zurückgelegt wird. Auf dem Programm stand eine Fahrt über den Rhein, die Rhône und die Loire. «Am 2. Mai ging es los und am 6. Mai mussten wir die Reise schon unterbrechen» – die Zylinderkopfdichtung und die Hinterachse hatten versagt, wie der 75-Jährige aus Senningen erzählt.

Das Auto habe aus den Niederlanden bis zu Hause abgeschleppt werden müssen. Die Reparatur selbst sei keine große Sache gewesen, «weil die Mechanik ziemlich einfach ist», sagt Weinberg, «am schwierigsten war, die Ersatzteile zu finden». Zum Glück habe er dafür auf die Unterstützung von «Les Amis des Peugeot 01» zählen können. Im Verein sind Sammler von Peugeot-Modellen, die mit der Bezeichnung 01 enden.

Positive Reaktionen

Doch von Aufgeben sei nie die Rede gewesen. Nach einem Monat ging die Reise für den leidenschaftlichen Oldtimer-Fahrer und seine Ehefrau weiter. So gelang es «La Charmante», wie Weinberg sein Auto nennt, mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 35 Stundenkilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von rund 60 Stundenkilometern über Holland, die Schweiz, Belgien und Frankreich zu fahren. «Wir haben uns Zeit gelassen. Das ist der Charme an der ganzen Sache», meint Weinberg. «Eine unvergessliche Erfahrung», nennt seine Frau das Abenteuer. Trotz weiterer technischer Probleme habe die Reise fortgeführt werden können. Wirklich sparsam ist der Peugeot auch bei dem geringen Tempo nicht unterwegs: Zwölf Liter auf 100 Kilometer schluckt der Oldie laut Weinberg.

Auch wenn er ständig habe anhalten müssen, um andere Autos vorbeizulassen, habe er während der 6234 Kilometer viel positives Feedback bekommen. «Auf der Straße streckten die ganze Zeit Leute den Daumen hoch», erzählt er. Beim Anhalten, seien immer wieder Passanten gekommen, um zu plaudern. «Sie konnten nicht glauben, dass wir in Luxemburg gestartet sind», sagt er. Ganz vorbei ist das Abenteuer aber noch nicht: Im nächsten Jahr steht noch eine Reise entlang der Elbe und der Donau auf dem Programm.

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