Lydie Polfer: «Die Sicherheit? Eine meiner größten Frustrationen»

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Lydie Polfer«Die Sicherheit? Eine meiner größten Frustrationen»

LUXEMBURG – Lydie Polfer wird die Liste der DP für die kommenden Kommunalwahlen anführen. Im Gespräch mit L'essentiel erklärt die 70-jährige, von ihrer Entschlossenheit für eine weitere Amtszeit.

von
Thomas Holzer
Lydie Polfer ist Abgeordnete und Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg.

Lydie Polfer ist Abgeordnete und Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg.

Editpress

Frau Polfer, was hat Sie dazu bewogen, erneut zu kandidieren?

Die Tatsache, dass ich dieses Engagement und meine Stadt liebe. Aber auch die Unterstützung meiner Kollegen, die mich ermutigt haben, die Liste mit Patrick Goldschmidt anzuführen. Zusammen mit Corinne Cahen (Anm. d. Red.: Ministerin für Familie, Integration und die Großregion) bilden wir eine Doppelspitze.

Corinne Cahen hatte nicht ausgeschlossen, sich selbst um das Amt der Bürgermeisterin bewerben zu wollen.

Ich bin sehr froh, dass sie auf der Liste steht. Das ganze Team steht hinter dieser Entscheidung. Natürlich gab es vorher viele Diskussionen. War Premierminister Xavier Bettel daran beteiligt? Natürlich, genauso wie der Parteivorsitzende Lex Delles.

Können wir schon über das Programm sprechen?

Noch nicht. Der nächste Schritt wird sein, es gemeinsam vorzubereiten. Die Herausforderungen bleiben bestehen, und es müssen neue Lösungen erarbeitet werden.

Dazu gehört auch die Frage der Sicherheit?

Ein sehr wichtiges Thema, das ein echtes Problem darstellt. Es handelt sich um eine meiner größten Frustrationen als gewählte Politikerin. Als Bürgermeisterin bin ich jedoch nicht die Chefin der Polizei. Es bedarf einer Gesetzesänderung, um dem Posten mehr Macht zu geben, damit über die Prioritäten entschieden werden kann. Dies ist nicht immer der Fall, und das ist inakzeptabel. Einerseits gibt es nicht genügend Beamte. Andererseits ist es notwendig, dass die Polizei bürgernah und auf der Straße präsent ist.

Wie steht es um die Herausforderung der Wohnraumsituation?

Es gibt zahlreiche Pläne, ausgerichtet auf die mittelfristige Zukunft. Dies geschieht insbesondere durch die Umsetzung des Großprojekts Route d'Arlon. Auf Grundstücken, die zu 85 Prozent der Gemeinde gehören, sollen mehr als 1000 Wohnungen gebaut werden.

Können Sie sich vorstellen, weiterhin mit der CSV zu arbeiten?

Es gehört nicht zu unseren Gepflogenheiten, vor den Wahlen zu debattieren. Aber ich erkenne an, dass die Zusammenarbeit mit der CSV sehr gut ist. Was auch immer geschieht, wir werden die Wahl der Wähler respektieren.

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