Luxemburg – Die Sicherheit im Bahnhofs-Viertel steht im Fokus
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LuxemburgDie Sicherheit im Bahnhofs-Viertel steht im Fokus

LUXEMBURG – Die Sicherheit rund um den Bahnhof steht im Mittelpunkt der für Montag anberaumten Stadtratssitzung. Auch wegen des Vorfalls am 4. September.

Der Vertrag zwischen der Stadt und dem Sicherheitsunternehmen G4S steht in der Kritik.

Der Vertrag zwischen der Stadt und dem Sicherheitsunternehmen G4S steht in der Kritik.

Ob es eine politische Abrechnung oder ein konstruktiver Austausch sein wird, bleibt abzuwarten. Ebenso wie die für Montag (14.30 Uhr) angesetzte Debatte des Luxemburger Stadtrats über die Sicherheitsprobleme in der Hauptstadt ausgehen wird. Denn in dem ohnehin angeheizten Klima, das durch die Unterzeichnung eines Vertrags zwischen der Stadt Luxemburg und dem Sicherheitsunternehmen G4S am 1. Mai vergiftet wurde, kam es am Samstag, den 4. September zu einem Zwischenfall, der die Gemüter noch erhitzte.

An besagtem Abend kam es in der Avenue de la Gare zu einer Schlägerei, an der vier Wachleute und ihre Hunde beteiligt waren; ein Mann wurde dabei verletzt. Sehr schnell spaltete dieser Vorfall die politischen Lager: Während sich die einen auf die «legitime Verteidigung» beriefen, stellten andere die Legitimität eines privaten Sicherheitsunternehmens bei Interventionen im öffentlichen Raum in Frage.

«Wir werden keinesfalls vor den Dealern resignieren»

Die von der Opposition kritisierte DP/CSV-Mehrheit unter der Führung von Bürgermeisterin Lydie Polfer bleibt hartnäckig und erklärt, dass sie «angesichts der Einschüchterungen nicht aufgeben» und «keinesfalls vor den Dealern resignieren» wird. Henri Kox, der Minister für Innere Sicherheit von Déi Gréng, hat seinerseits die Initiative ergriffen und versprochen, «ab Januar 2022 75 neue Polizeibeamte in der Umgebung des Bahnhofs» stationieren zu wollen.

Als bisher letzte Episode kündigten die kommunalen Oppositionsparteien LSAP, Déi Gréng und Déi Lénk am Donnerstag an, dem Gemeinderat einen Antrag «zur sofortigen Kündigung des Vertrags mit dem Sicherheitsunternehmen G4S» vorlegen zu wollen. Auch wenn Gabriel Boisante (LSAP) «nicht zuversichtlich ist, dass der Antrag angenommen wird».

(Jean-François Colin/L'essentiel)

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