Dylan Thiry auf Madagaskar – «Die Situation hier ist menschenunwürdig»
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Dylan Thiry auf Madagaskar«Die Situation hier ist menschenunwürdig»

LUXEMBOURG/ANTANANARIVO – Der Luxemburger Dylan Thiry ist für ein humanitäres Projekt in Madagaskar. Ein Abenteuer, das weit entfernt von seinem luxuriösen Alltag ist.

Nach dem Senegal nun Madagaskar: Dylan Thiry hat sich auf ein humanitäres Abenteuer eingelassen, nachdem er mit den lokalen Behörden in Westafrika und der heftigen Kritik seiner Reality-TV-Kollegen aneinandergeraten war. Doch auch das konnte ihn nicht bremsen.

Dylan wischte die Vorwürfe, ein menschliches Drama für sein Influencer-Geschäft missbraucht zu haben, beiseite und machte sich auf den Weg zu der von Hungersnot geplagten Insel Madagaskar vor der Südostküste Afrikas. In seinen Instagram-Stories vom Dienstag und Mittwoch hielt der Luxemburger seine Reise fest, die offenbar von langen Fahrten auf schlammigen Straßen, minimalem Komfort in einem Hotelzimmer mit Kakerlaken und einfachen Mahlzeiten geprägt war. «Wenn ich aus meinem Komfort in einem Hotel in Dubai ausbrechen kann, dann können wir das alle für die Kinder tun. Die Menschen hier sind jeden Tag hungrig», schreibt er.

«Je savais que cela allait être dur»

Mit dem Louis-Vuitton-T-Shirt und seiner New-York-Mütze hebt sich Thirys Kleidungsstil von den Bildern der Armut ab, doch der Influencer engagiert sich in seinen Projekten zur Umgestaltung der lokalen Infrastruktur. Tiere, die der Dürre zum Opfer fallen, unterernährte Kinder – die Bilder sind erschreckend, aber sie zeigen eine unbequeme Realität, die allzu oft in Vergessenheit gerät.

«Ich wusste, wo ich hingehen und dass es hart werden würde. Aber die Situation hier ist menschenunwürdig», erklärt Dylan, der die «Freundlichkeit» der Bewohner Madagaskars bewundert. Seine Organisation hat einen Spendenaufruf gestartet.

Nach Angaben der Vereinten Nationen ist die Hungersnot in Madagaskar die erste, die auf die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zurückzuführen ist. Jens Laerke, Sprecher des Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, hatte erklärt, dass «28.000 Menschen unter hungerähnlichen Bedingungen leiden».

(th/L'essentiel)

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