Escher Bürgermeister – Die späte Genugtuung der Familie Mischo

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Escher BürgermeisterDie späte Genugtuung der Familie Mischo

ESCH/ALZETTE – Der 42-jährige Georges Mischo (CSV) wird Escher Bürgermeister. Es ist das jüngste Kapitel einer Familiengeschichte, die eng mit der Stadt verbunden ist.

Der künftige Escher Bürgermeister, Georges Mischo (CSV), will sich vor allem den Themen Verkehr, Infrakstruktur und Gewerbe widmen.

Der künftige Escher Bürgermeister, Georges Mischo (CSV), will sich vor allem den Themen Verkehr, Infrakstruktur und Gewerbe widmen.

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Georges Mischo wird der nächste Bürgermeister von Esch/Alzette. Ein rasanter Aufstieg für den Spitzenkandidaten der CSV, der am Sonntag der sozialistischen Herrschaft in der zweitgrößten Stadt Luxemburgs ein Ende setzte. Gleichzeitig ist es eine späte Abrechnung mit der politischen Elite der Minettstadt.

Sein Vater – Josy Mischo – hatte sich in den Neunzigerjahren für die CSV in Esch engagiert. Im Jahr 1999 verließ er den Gemeinderat aber, weil die anderen Mitglieder ihm den zustehenden Schöffen-Posten verweigerten. «Nur, weil er ein einfacher Schlosser war», erzählt Georges Mischo: «Jetzt bin ich stolz, für ihn einspringen zu können.»

Seine Schüler brachten ihm Glück

Doch es sei ihm nicht um Rache gegangen, als er 2011 entschied, sich «mit Leib und Seele politisch zu engagieren». Dafür kann der heute 42-Jährige auf die Unterstützung seiner Ehefrau, seiner zwei Kinder sowie seiner Schüler zählen. Letztere seien ein gutes Omen für ihn gewesen: «Sie haben mich gefragt, ob ich jetzt der Chef der Stadt werde», erzählt Mischo, der am Lycée Bel-Val Sport unterichtet.

Der frühere Triathlet und Vizepräsident des Escher Handball-Clubs wird seine Stelle als Lehrer nun aufgeben. Danach heißt es für ihn, eine Koalition zu gründen: «Die Logik des Wahlergebnis ergibt, dass wir mit der DP und Déi Gréng sondieren. Aber in der Politik ist nichts in Stein gemeißelt.»

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(th/pw/L'essentiel)

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