«Guardian»-Kommentar – «Die Staaten können sich nicht verschanzen»

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«Guardian»-Kommentar«Die Staaten können sich nicht verschanzen»

LUXEMBURG/LONDON - In ganz Europa kommentieren Medien die illegalen Steuerdeals in Luxemburg. Der englische «Guardian» lobt die Entscheidung der EU-Kommission.

Der linksliberale britische Guardian kommentiert am Donnerstag die EU-Entscheidung über Steuernachzahlungen der Kaffeehauskette Starbucks und einer Tochter des Autobauers Fiat:

«In Europa dürfen Unternehmen den Staat aussuchen, in dem sie sich niederlassen. Dies kann die Karikatur der EU als ultra-liberalen Club entstehen lassen. Doch die Steuer-Entscheidung der EU-Kommission zeigt, dass Staaten sich nicht hinter früher übliche Barrieren verschanzen können. Nur eine internationale Zusammenarbeit kann internationalen Konzernen gegenüber einen Ausgleich schaffen. Die Steuer-Entscheidung der EU-Kommission ist der Beweis, dass die EU trotz aller Schwächen tatsächlich eine soziale und moralische Verantwortung vertritt.»

(L'essentiel/dpa)

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