138 Tonnen Kot im Jahr: Die Stadt Luxemburg sagt Hundekot den Kampf an

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138 Tonnen Kot im JahrDie Stadt Luxemburg sagt Hundekot den Kampf an

LUXEMBURG – Ob auf Gehwegen oder in den Parks: Die Hundehaufen sind der Hauptstadt ein Dorn im Auge. Die 3150 registrierten Hunde verursachen etwa 138 Tonnen Kot im Jahr – und längst nicht jeder Haufen wird aufgesammelt.

von
Joseph Gaulier
Das Plakat zur Kampagne der Stadt.

Das Plakat zur Kampagne der Stadt.

VdL

Ob in Parks oder auf Gehwegen: Liegengelassene Hundehaufen sorgen auch in Luxemburg für großen Unmut – zumindest bei jenen, die sie übersehen. Die Hauptstadt will das Problem nun angehen und startet eine Sensibilisierungskampagne. «Wir wollen die Öffentlichkeit dazu bringen, die Beutel zu benutzen. Es gibt genug Mittel, die von der Stadt angeboten werden, um den öffentlichen Raum sauber zu hinterlassen», sagt Schöffe Serge Wilmes (CSV) am Mittwoch beim City Breakfast.

In der Hauptstadt sind demnach derzeit 3150 Hunde registriert. Hinzu kommen jene, die nicht bei den Behörden gemeldet sind. «Zusammen verursachen die Hunde etwa 138 Tonnen Hundekot pro Jahr», wie Serge Wilmes erklärt. Natürlich bleibt auch nicht jeder Haufen liegen – denn nicht jedem Hundebesitzer ist es egal. «Nach unseren Schätzungen werden 78 Tonnen eingesammelt», so Wilmes, «somit verbleiben etwa 60 Tonnen im öffentlichen Raum.»

«Es sind die Kinder, die mit den Kothaufen spielen oder sie sogar essen»

Schöffe Serge Wilmes (CSV)

Man müsse an die Zivilcourage der Hundebesitzer appellieren, meint Wilmes, schließlich sei es nicht nur unhygienisch. «Es sind die Kinder, die mit den Hinterlassenschaften spielen oder sie sogar essen», sagt er. Da allerdings «die Beamten nicht die Befugnis haben, Hundebesitzer zu bestrafen, die den Kot liegen lassen», wie Wilmes sagt, bleibt es bei einer präventiven Kampagne. Ein Gesetz, das die Aufgaben der Gemeindebeamten erweitert, sei jedoch in Vorbereitung und durchlaufe derzeit das Gesetzgebungsverfahren.

Seit Dezember des vergangenen Jahres werden Hundebesitzer im rheinland-pfälzischen Pirmasens bereits zur Kasse gebeten, wenn sie ohne Kotbeutel mit ihrem Hund Gassi gehen. Zuvor mussten diese auf frischer Tat ertappt werden – was fast unmöglich war. Aber, so die Argumentation der Stadt: Wer keinen Beutel für die Kacke seines Vierbeiners bei sich trägt, kann diese auch nicht beseitigen.

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