Analemma Tower – Die Story hinter dem hängenden Hochhaus
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Analemma TowerDie Story hinter dem hängenden Hochhaus

Die Kunde vom Wolkenkratzer, der von einem Asteroiden herabhängen soll, erhitzte die Gemüter. Dabei war der Entwurf gar nicht ernst gemeint.

Zahlreiche Medien – darunter L'essentiel – haben über die Pläne des New Yorker Architekturbüros Clouds AO berichtet: ein Hochhaus, das nirgends fix stehen, sondern von einem Asteroiden herabhängen soll. Die Reaktionen der Leser ließen nicht lange auf sich warten.

Sie reichten von Skepsis und Spott bis hin zu der Vermutung, dass es sich dabei um einen Aprilscherz handeln könnte. Einigkeit bestand weitestgehend in der Feststellung, dass das Bauvorhaben namens Analemma Tower nicht realisierbar ist – aus verschiedenen Gründen.

Viele Leser-Rückmeldungen

So schrieb etwa Marcus Severus, dass mit heutigen Materialien ein solches Projekt nicht realisierbar wäre. Leser Christian sorgt sich dagegen um die Sicherheit: «Kommt etwas Weltraumschrott dem Halteseil in die Quere, will ich nicht wissen, wie viele Tote es auf der Erde geben wird.» Der Leser mit dem Pseudonym Bauleiter dagegen macht sich Gedanken um den Anschluss an die Kanalisation.

Peter Vogel kommt der Wahrheit hinter dem Ganzen mit seinem Beitrag schon ziemlich nahe. Seiner Meinung nach ist da noch das eine oder andere Detail zu klären: «Wie bringt man einen passenden Asteroiden in die Erdumlaufbahn? Was für Materialien sollen für die ‹Seile› verwendet werden? Wie soll der Energieverlust durch den Luftwiderstand kompensiert werden? Welche Regierung ist zuständig, wenn das Ding über verschiedenen Ländern kreist?»

«Utopisches Gedankenspiel»

Die Skepsis der Leser ist berechtigt, denn ganz so ernst gemeint, wie viele Menschen meinten, ist das Vorhaben der Architekten nicht. Sie bezeichnen es selbst als spekulativ. Die Experten von der Architektur-Website Archdaily.com bezeichnen es als «utopisches Gedankenexperiment».

Den Verantwortlichen sei sehr wohl bewusst, dass vor der Realisierung eines derartigen Projekts noch zahlreiche Fragen geklärt werden müssten. Darunter einerseits die von Peter Vogel aufgeworfenen, aber auch grundlegende: Wie baut man überhaupt so ein riesiges Gebäude? Wie bekommt man ein 35.742 Kilometer langes Kabel um einen Asteroiden gewickelt? Und: Wie bekommt man das Ganze in die Höhe gehievt?

(L'essentiel/fee)

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