Luxemburg – Die Tram wird zur großen «Kombi-Lösung»
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LuxemburgDie Tram wird zur großen «Kombi-Lösung»

LUXEMBURG - Entlang der Luxemburger Tramlinie werden neun Umsteigeplattformen für Auto, Bus und Rad entstehen. Das soll die Verkehrsprobleme in der Stadt entschärfen.

Die im Bau befindliche Tramlinie soll künftig das Rückgrat des Verkehrs in der Hauptstadt werden. Entlang der 16 Kilometer langen Strecke sollen insgesamt neun Knotenpunkte entstehen, an denen Auto-, Rad- und Busverkehr wie auf einer Drehscheibe verteilt werden. An der Tram-Haltestelle Luxexpo werden beispielsweise Bushaltestellen, Radwege und Parkplätze für 500 Autos errichtet, die den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr erleichtern sollen.

Die erste Tram-Strecke zwischen Luxexpo und Roter Brücke soll Ende 2017 in Betrieb gehen. In der ersten Phase sind zwei verkehrsmittelübergreifende Knotenpunkte vorgesehen – neben der Luxexpo ist dies der Bahnhof Pfaffenthal, wo Pendler Anschluss an das Zugnetz finden sollen.

Die Kombi macht den Unterschied

«Die Tram allein wird nicht alle Verkehrsprobleme lösen», sagt Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng). «Es ist die Kombination mit anderen Transportmitteln, die den Unterschied ausmachen wird.» Der zweite Streckenabschnitt der Straßenbahn soll 2019 oder 2020 in Betrieb genommen werden: Dann eröffnen auch die Umsteigeplattformen Place de l'Étoile, Hamilius, Bahnhof Luxemburg und in der Nähe des Technischen Lyzeums Bonneweg. Am «Steereplatz», einer der wichtigsten Eingangspforten der Hauptstadt, sollen Pendler aus dem Westen abgefertigt werden. Am Hauptbahnhof sind Carsharing-Plätze vorgesehen.

Bis 2021 soll dann auch der letzte Streckenteil zur Cloche d'or und zum Airport Findel fertiggestellt sein. Dort können Passagiere bequem vom Flugzeug in die Tram umsteigen. Beim Héienhaff in Senningerberg, unmittelbar neben der Trierer Autobahn A1, wird ein Park+Ride-Stellplatz für 4000 Autos errichtet. Am selben Ort sollen 110 Aufladestationen für Elektroautos installiert werden. Am anderen Ende, in Howald und in der Nähe des neuen Nationalstadions bei der Cloche d'or, werden zwei weitere P+R mit je 2000 Parkplätzen gebaut. Diese Auffangstationen sollen den massiven Autozustrom aus dem Süden entschärfen.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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