Internationales Gutachten – Die Universität bietet einigen Raum für Verbesserungen
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Internationales GutachtenDie Universität bietet einigen Raum für Verbesserungen

LUXEMBURG – In vielen Bereichen hat die Luxemburger Uni gute bis exzellente Resultate erzielt, in anderen hat sie jedoch noch viel Luft nach oben.

Die Fachbereiche Kommunikation, Recht und Mathematik erzielten gute Ergebnisse.

Die Fachbereiche Kommunikation, Recht und Mathematik erzielten gute Ergebnisse.

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Nicht weniger als 44 Experten haben im vergangenen Jahr die Universität Luxemburg genau durchleuchtet und dabei die beiden Facetten der Hochschule beurteilt: Die Lehre sowie die Forschung mit ihren beiden multidisziplinären Zentren. Die international renommierten Experten haben eine Reihe von Schlussfolgerungen gezogen und Empfehlungen abgegeben.

Das Hauptproblem sehen sie in den Karrierechancen der Postdoktoranden. Selbst die qualifiziertesten Forscher werden nur mit einem zeitlich begrenzten Vertrag bis fünf Jahre ausgestattet. Kerstin Norén ist beim «Institutional evaluation program» für die Lehre verantwortlich. Sie fordert sowohl die Regierung als auch die Universität dazu auf, die berufliche Entwicklung – sowohl ihrer akademischen als auch ihrer nicht-akademischen Mitarbeiter – zu fördern.

Organisatorische Probleme

Aufseiten der Forschung wies Stefan Rieder aus dem Fachbereich Politik der Uni Luzern darauf hin, dass "neun der 13 Forschungseinrichtungen sehr gute oder sogar exzellente Ergebnisse erzielt haben.» Die Fächer Kommunikation, Recht und Mathematik schnitten sehr gut ab, wirtschaftliche, naturwissenschaftliche sowie technische Fachbereiche Finanzökonomie erzielten dagegen wesentlich schlechtere Ergebnisse – aufgrund von organisatorischen oder personellen Problemen».

Der Minister für Hochschulbildung, Marc Hansen, zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen.«Das bedeutet, dass 70 Prozent der Forschungsteams an der Uni hervorragende Arbeit auf internationaler Ebene leisten.» Das neue Universitätsgesetz wird zurzeit ausgearbeitet und bis Ostern der Chamber vorgelegt. Darin werden unter anderem Empfehlungen in Bezug auf die Vertretung der Studenten mit einfließen.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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