Bildung in Luxemburg – Die Universität soll selbstständiger werden
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Bildung in LuxemburgDie Universität soll selbstständiger werden

LUXEMBURG – Marc Hansen, Minister für Bildung, hat am Montag den Gesetzentwurf zur Neuorganisation der Uni Luxemburg präsentiert. Der verspricht auch «Ideen von der Basis».

Durch die Schaffung einer Studentendelegation, sollen die Studierenden besser vertreten werden.

Durch die Schaffung einer Studentendelegation, sollen die Studierenden besser vertreten werden.

Editpress/Isabella Finzi

Die Pläne zur künftigen Organisation der Universität Luxemburg sind am Montag vorgestellt worden – nur Tage nach den Zwistigkeiten über den universitären Haushalt für 2017. «Ich will mich da nicht einmischen», erklärt der luxemburgische Bildungsminister, Marc Hansen: «Die Uni ist in Bezug auf ihre finanziellen Entscheidungen völlig autonom.»

Tatsächlich wird dieser Autonomie im Gesetzentwurf großer Stellenwert eingeräumt. So soll der Rektor nicht mehr von der Regierung ernannt werden, sondern vom Gouverneursrat der Universität, der seine Kräfte erweitert hat. Auch der als beratendes Gremium agierende Hochschulrat würde gestärkt: So könnte er einen Präsidenten wählen, der nicht mehr unbedingt der Rektor sein müsste. «So funktioniert eine internationale Universität: Ideen müssen auch von der Basis kommen», sagt der Minister dazu. Zudem sollen Studenten selbst über die Bildung einer Studentendelegation ihre Interessen besser vertreten können.

Auch auf akademischer Ebene sind einige Entwicklungen geplant. Die herausragendste ist die Einführung von Fachstudien in der Medizin. Für die Finanzierung der Universität sind keine wesentlichen Änderungen vorgesehen. Tragende Rolle spielt hier weiter die staatliche Finanzierung. Zur Veranschaulichung: Im Jahr 2017 hat das Großherzogtum 160 Millionen Euro des gesamten Uni-Budgets von 224 Millionen Euro getragen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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