6500 Strafen in 4 Tagen – Die (vielleicht) fieseste Radarfalle der Großregion

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6500 Strafen in 4 TagenDie (vielleicht) fieseste Radarfalle der Großregion

WITTLICH/TRIER - Vergangene Woche platzierte die Polizei Trier ihren gefürchteten «Tarnkappen-Blitzer» auf der Autobahn A1. Die Aktion war ein Volltreffer.

Die Polizei in Trier ist mit ihrem neuen «Kollegen» sichtlich zufrieden. Fast 6500 Autos hat der sogenannte «Enforcement Trailer», eine ziemlich gut getarnte Radarfalle, allein zwischen vergangenen Donnerstag und Sonntag an einer Baustelle auf der A 1 bei Wittlich geblitzt. Das teilt die Polizei Trier stolz per Communiqué mit.

Den «Hauptpreis» gewann ein Autofahrer am frühen Freitagabend: Er tappte mit 207 km/h in die Falle. Erlaubt waren an der Messstelle nur 80 km/h. Den guten Mann erwartet nun ein Bußgeld von mindestens 600 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister und drei Monate Fahrverbot. Insgesamt bekommen knapp 1000 Fahrer eine Denkpause in Form eines Fahrverbots verpasst, weil sie an dieser Stelle schneller als 121 km/h gefahren sind.

Polizei untermauert Aktion mit Zahlen

Der «Tarnkappen-Blitzer» ist seit April im Gebiet des Polizeipräsidiums Trier im Einsatz. Auch Luxemburg hat sich eines dieser Hightech-Geräte besorgt. Die Starenkästen sind auf einem Anhänger montiert und werden dann meist im Baustellenbereich abgesenkt. Dann blitzt das Gerät bis zu sieben Tage lang einsam vor sich hin.

Die Polizei Trier weist darauf hin, dass zu schnelles Fahren insbesondere an Autobahnbaustellen schlimme Folgen haben kann. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Trier 2350 Verkehrsunfälle mit der Hauptunfallursache «Geschwindigkeit». Bei 671 dieser Verkehrsunfälle starben 15 Menschen, 845 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

(L'essentiel)

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