Klimakonferenz – Dieschbourg hofft auf ambitionierte Einigung

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KlimakonferenzDieschbourg hofft auf ambitionierte Einigung

PARIS/LUXEMBURG - Die UN-Klimakonferenz neigt sich dem Ende zu. Umwelministerin Dieschbourg kämpft darum, die Interessen der europäischen Länder durchzusetzen.

Auf der 21. Klimakonferenz in Paris soll endlich der gewünschte Durchbruch beim Klimaschutz erzielt werden.

Auf der 21. Klimakonferenz in Paris soll endlich der gewünschte Durchbruch beim Klimaschutz erzielt werden.

DPA

Die Pariser UN-Klimakonferenz biegt auf die Zielgerade ein und die Zeit drängt. Nach der Planung des französischen Gastgebers sollen die 196 Verhandlungspartner schon am Freitag eine Einigung vorliegen, die die Welt auf Klimaschutzkurs bringt. Dazu müssen Kompromisse bei zentralen Streitpunkten wie Höhe und Art der Finanzhilfen für Entwicklungsländer gefunden werden. Am späten Mittwochabend hatten viele Länder den letzten Vertragsentwurf als «gute Basis» bezeichnet.

Der größte Knackpunkt ist weiterhin das liebe Geld: Eine große Gruppe von Entwicklungs- und Schwellenländern einschließlich China fordert mehr Finanzhilfen für arme Länder als der Vorschlag es bisher vorsieht. In die gleiche Kerbe schlägt der indische Außenminister Prakash Javadekar. Für ihn ist mehr finanzielle Unterstützung die Voraussetzung um ehrgeizigere Klimaschutzziele im Vertrag zu verankern.

Dieschbourg macht Druck

Die luxemburgische Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) ist als Vertreterin der EU einer der wichtigsten Verhandlungspartner. Für sie wurden beim jüngsten Vertragsentwurf mehrere rote Linien überschritten. Sie fordert, dass auch finanzstarke Schwellenländer Gelder für ärmere Länder beisteuern sollen. Zudem sind ihrer Meinung nach die Ziele des letzten Entwurfs nicht ehrgeizig genug. Umweltschützer bemängeln, dass die Inhalte des bisherigen Textentwurfs nur zu einer schwachen Reduzierung der Treibhausgase führten.

Am Mittwoch hatte der US-Außenminister John Kerry neuen Schwung in die Verhandlungen gebracht. Er kündigte an, dass die USA bereit wären ihre Finanzhilfen für Projekte zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern aufzustocken. Ziel der Ankündigung ist es eine ambitioniertere Einigung herbeizuführen. Gemeinsam mit der EU und einer Reihe von Staaten aus Afrika, Pazifik, Karibik und Lateinamerika verkündeten die USA zudem eine selbsternannte Koalition der Ehrgeizigen, die weitreichende Klimaziele durchsetzen will.

(L'essentiel/dpa)

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