Für iPhone & Co. – Diese Apps gibt's vorübergehend gratis

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Für iPhone & Co.Diese Apps gibt's vorübergehend gratis

Der App Store feiert diese Woche den fünften Geburtstag. Apple bietet ab sofort zehn «populäre» Programme und Games für iOS-Geräte kostenlos an.

Steve Jobs wollte lange Zeit nichts wissen von «fremden» Apps. Die Frage stellte sich mit der Lancierung des ersten iPhones im Jahr 2007. Der Firmengründer und CEO sprach sich entschieden dagegen aus, eine hauseigene Software-Plattform für Drittfirmen und externe Entwickler zu öffnen. Er fürchtete sich vor schlecht programmierten und bösartigen Apps, die das damals noch junge Pflänzchen in Mitleidenschaft gezogen hätten.

Am 10. Juli 2008 öffnete der App Store offiziell seine virtuellen Pforten. Und natürlich gab es zahlreiche «fremde» Apps im Angebot. Der Apple-Übervater hatte sich doch noch überzeugen lassen. Er hatte ja auch herausgefunden, dass es möglich war, sich die Rosinen aus dem Kuchen herauszupicken. Dies schreibt sein Biograf Walter Isaacson. So gestattete Apple Außenstehenden zwar, Apps für das iPhone zu schreiben. Doch mussten diese strikte Vorgaben erfüllen und vor der Veröffentlichung gab es interne Tests.

Gratis-Apps

Zum fünfjährigen Bestehen des App Stores werden zehn Programme und Games vorübergehend kostenlos angeboten (siehe Box). Das Gesamtangebot umfasst mittlerweile 900'000 Apps, wie zur Eröffnung der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC im Juni verkündet wurde. Zum Start standen rund 550 Apps zur Verfügung, neun Monate nach der Eröffnung des App Stores konnte Apple bereits den milliardsten Download vermelden.

Von einem Tag auf den anderen war eine völlig neue Branche entstanden. Rund um den Globus programmierten findige Köpfe und innovative Unternehmen eigene Apps und erprobten neue Geschäftsmodelle. Das Business mit den digitalen Inhalten boomte. Apple verdiente an jeder verkauften App mit – und hat bis heute über 10 Milliarden US-Dollar an die Entwicklergemeinde ausbezahlt.

Zulassung kritisiert

Nach der App-Store-Eröffnung wurden aber auch kritische Stimmen laut wegen Apples rigorosem und zum Teil von außen nicht nachvollziehbarem Vorgehen: Apps wurden kommentarlos wieder entfernt, wie etwa die legendäre Furzkissen-App «Pull My Finger» im September 2008, andere wurden gar nicht für den Store zugelassen.

Es sollte gut drei Jahre dauern, bis sich Apple dem öffentlichen Druck beugte und das Zulassungsverfahren transparenter gestaltete. Im September 2010 wurden die Richtlinien veröffentlicht, die jede App zu erfüllen hat. Außerdem lockerte man die Einschränkungen für externe Software-Entwickler. Das Erfolgskonzept setzte sich durch. Davon zeugen heute auch diverse andere App-Stores.

(L'essentiel Online/dsc)

Gratis-Apps zum Geburtstag

Weil der App Store am 10. Juli fünf Jahre alt wird, bietet Apple zehn Apps vorübergehend kostenlos an. Die Aktion gilt bis kommenden Sonntag. Im Gratis-Angebot sind einige Perlen zu finden. So zum Beispiel die professionelle DJ-App «Traktor DJ» (iPhone- und iPad-Version). Auch Spiele-Fans kommen auf ihre Kosten. So gibt es etwa den Klassiker «Tiny Wings» (iPhone und iPad) sowie das Action-Game «Badland». Die weiteren Titel: «Barefoot Weltatlas» (interaktiver Globus für Kinder), «Day One» (Tagebuch), «How to Cook Everything» (Kochbuch, englisch), «Over» (Fotos verschönern und teilen). Die weiteren Games: «Infinity Blade II» (Action), «Superbrothers: Sword & Sorcery» (Abenteuer), «Wo ist mein Wasser?» (Geschicklichkeit).

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