Kampagne in Luxemburg – Diese Krebs-Symptome sollten Sie nicht ignorieren
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Kampagne in LuxemburgDiese Krebs-Symptome sollten Sie nicht ignorieren

LUXEMBURG – Müdigkeit, Sodbrennen, Gewichtsverlust: Frühwarnzeichen für Krebs werden häufig nicht ernst genommen. Die Fondation Cancer rät zu größerer Wachsamkeit.

Lucienne Thommes, Direktorin der Fondation Cancer, und Präsident Carlo Bock stellten die neue Aufklärungskampagne vor.

Lucienne Thommes, Direktorin der Fondation Cancer, und Präsident Carlo Bock stellten die neue Aufklärungskampagne vor.

L'essentiel

Die Fondation Cancer hat am Mittwoch eine neue Aufklärungskampagne über die Erkennung von Krebssymptomen gestartet. «Es geht nicht darum, den Menschen Angst, sondern Hoffnung zu machen», sagte die Direktorin der Stiftung, Lucienne Thommes. «Wir wollen die Einwohner zur Früherkennung ermutigen, weil dadurch bessere Heilungschancen gegeben sind.» Wer eine anhaltende oder unerklärliche Veränderung an seinem Körper bemerkt, sollte einen Arzt aufsuchen, so die Empfehlung.

Bei diesen zehn Anzeichen für Krebs sollten Sie wachsam sein:
Anhaltender oder unerklärlicher Husten, Heiserkeit oder Kurzatmigkeit
Anhaltende und/oder unerklärliche Müdigkeit beziehungsweise Fieber
Schluckbeschwerden, Verdauungsstörungen oder Sodbrennen
Unerklärliche Blutungen
Plötzliche Veränderungen an der Brust
Probleme beim Urinieren
Eine nicht heilende Wunde
Veränderte Muttermale
Veränderungen im Darmtrakt
Unerklärlicher Gewichtsverlust

249.000 Broschüren

Die Sujets der Kampagne werden an Bushaltestellen, Parkplätzen der Supermarktkette Cactus, über Postsendungen, Internet und Medien verbreitet. Die Botschaften sind in französischer Sprache gehalten. «Das ist die gängige Sprache in Luxemburg», rechtfertigt sich die Fondation Cancer.

Die Kampagne fußt auf den Ergebnissen einer Studie, die die Stiftung bei TNS Ilres in Auftrag gab. Demnach achtet ein Fünftel der Einwohner nicht auf frühe Warnzeichen für eine Krebserkrankung. Bei den über 65-Jährigen stieg diese Quote sogar auf 31 Prozent. Jedes Jahr sterben in Luxemburg etwa 1000 Menschen an Krebs und es werden 3000 neue Fälle festgestellt.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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