Produkte im Test: ILNAS verweigert 23 von 26 Produkten die Marktzulassung in Luxemburg

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Produkte im TestILNAS verweigert 23 von 26 Produkten die Marktzulassung in Luxemburg

LUXEMBURG – Von 26 zufällig ausgewählten Produkten, die online gekauft wurden, entsprachen nur zwei den gesetzlichen Normen. Das hat eine Untersuchung des ILNAS ergeben. Nun schlagen die Behörden Alarm.

von
Nicolas Chauty
Außer Lebensmitteln sind alle Produktbereiche betroffen.

Außer Lebensmitteln sind alle Produktbereiche betroffen.

AFP

Im Großherzogtum gibt durchschnittlich jeder Haushalt 1800 Euro pro Jahr für Online-Einkäufe aus. Dieses hohe Budget ist allerdings widersprüchlich: Während man online nach dem günstigsten Produkt sucht, besteht gleichzeitig das Risiko, ein fehlerhaftes oder, im schlimmsten Fall, sogar gefährliches Produkt zu bekommen. «Nicht-lizenzierte Produkte wurden oft zu geringeren Kosten hergestellt», wie Wirtschaftsminister Franz Fayot am Donnerstag bei der Bekanntgabe einer Warnung durch das Institut für Normung, Zulassung, Sicherheit und Qualität von Produkten und Dienstleistungen (ILNAS) erklärte.

Das ILNAS («Institut luxembourgeois de la normalisation, de l'accréditation, de la sécurité et qualité des produits et services», ILNAS) gibt an, bei 23 Produkten die Marktzulassung verweigert zu haben. Es sind 23 Verbote unter 26 nach dem Zufallsprinzip bei bekannten Online-Händlern gekauften Produkten. Sechs der Produkte, so betont das ILNAS, hätten sogar «ein gravierendes Risiko» aufgewiesen.

Spielzeug, kabellose Kopfhörer etc.

Außer Nahrungsmitteln sind alle Produktbereiche betroffen. Am Donnerstag zeigte das ILNAS Plastikspielzeug und Kopfhörer, die nicht den Normen entsprachen, eine Handy-Batterie, Weihnachtsdekoration, FFP2-Masken, die im Grunde keine FFP2-Masken waren und sogar «eine Säge, die Feuer fangen kann». Das Ziel aller Kontrollen ist natürlich, den Zugang dieser Produkte zum luxemburgischen Markt zu verhindern, insbesondere in der Zeit zwischen Black Friday und den Weihnachtsfeiertagen.

«Sie stellen eine Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit von Menschen dar», wie Franz Fayot hervorhebt. Die Kundschaft ruft er gleichzeitig zur Wachsamkeit auf. Vielleicht sei das nur die Spitze des Eisbergs. «In Luxemburg kaufen fast 70 Prozent der Internet-Nutzer online». Nur «38 Prozent» würden bei inländischen Anbietern kaufen. Außerhalb der EU gehostete Seiten stehen besonders im Fokus, sowohl wegen der administrativen als auch wegen der technischen Konformität der Produkte. Insgesamt wurden im Jahr 2022 70 online verkaufte Produkte durch das ILNAS überprüft.

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