«Coco Loko» – Diese Schokolade wird durch die Nase gezogen
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«Coco Loko»Diese Schokolade wird durch die Nase gezogen

Ein schnupfbares Schoko-Pulver, das aufputscht wie ein Energy Drink: Was sich für Schokoladenliebhaber sich wie ein Graus anhört, lanciert jetzt ein US-Start-up.

Nachdem eine britische Supermarkt-Kette Ende Juni Schokoladen-Fans irritiert hat, indem sie das Toblerone-Imitat «Twin Peaks» mit jeweils zwei Hügeln statt einer Matterhornspitze auf den Markt brachte, folgt für Fans der klassischen Schokolade bereits der nächste Schlag: Das US-Start-up Legal Lean lanciert schnupfbares Schokoladenpulver.

Das Produkt mit den Namen «Coco Loko» ist seit letztem Monat online in den USA erhältlich und besteht neben Kakaopulver aus aufputschenden Substanzen wie Gingko, Taurin und Guarana. Stoffe, die auch in Energy Drinks zu finden sind.

Wirkung soll «ähnlich wie bei Ecstasy» sein

Laut Produktbeschreibung regen der Kakao und die Zusatzsubstanzen die Serotonin-Produktion an, was zu einem euphorischen Gefühl «ähnlich wie bei Ecstasy» führe. Laut Herstellerangaben soll die Wirkung bis zu 30 Minuten anhalten. Eine Dose Coco Loko kostet laut Washington Post 24,99 Dollar. Der Inhalt einer Dose reicht für 10 Portionen.

Doch welche Risiken birgt das schnupfbare Schoggi-Pulver? Laut Experten ist unklar, wie stark die Stoffe Koffein oder Taurin durch die Nase aufgenommen werden. Sicher ist, dass hohe Dosen Koffein, Taurin oder Guarana Herzrasen verursachen können.

Ist Schoko-Schnupfen gefährlich?

Allergie-Experte Andrew Lane erklärte gegenüber derWashington Post zudem, dass das Schokoladenpulver die Nase so verkleben könnte, dass Atemnot drohe.

Die amerikanischen Behörden prüfen zurzeit, ob das Produkt auch in Läden verkauft werden darf. Dazu müsse man zuerst die beabsichtigte Anwendung des Produkts sowie das Marketing evaluieren.

In Europa ist die schnupfbare Schokolade zwar noch nicht angekommen, aber auch hier hat Kakao in der Partyszene bereits Einzug gehalten. In London, New York, Los Angeles oder Berlin gibt es Partys, bei denen statt Alkohol Kakao angeboten wird. Zudem verknüpfen die Partys Meditation und Yoga mit dem Kakao-Konsum.

(L'essentiel/pam)

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