Ernährung – Diese Wunderpille verändert den Geschmackssinn

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ErnährungDiese Wunderpille verändert den Geschmackssinn

Die Inhaltsstoffe der Wunderbeere verändern unsere Geschmackswahrnehmung enorm. Das «Novel Food» macht aus sauer süß und lässt einen mutig in Zitronen und Grapefruit beißen.

Woman holding sliced lemon in outdoors cafe

Woman holding sliced lemon in outdoors cafe

Anouchka

Mit Essen spielt man nicht; das lernt man schon als kleines Kind. Aber was, wenn das Essen mit einem spielt? Die Inhaltsstoffe der Synsepalum dulficium – auch Wunderbeere oder Mirakelfrucht genannt – verändern die Geschmackswahrnehmung von süßen und bitteren Lebensmitteln.

Novel Food erobert die Welt

Während die Wunderbeere in Teilen Westafrikas schon seit jeher Einzug in der lokalen Speisekultur gehalten hat, um saure Speisen ein bisschen süßer zu machen, erobert die Pflanze erst seit Kurzem langsam aber stetig den Foodmarkt in Europa und den USA.

Als Teil der «Novel Food»-Familie, die etwa erst kürzlich die kontroversen Insekten-Burger und –Snacks in Schweizer Supermärkte gebracht hat, ist die Verbreitung der Mirakelfrucht hierzulande weder sonderlich bekannt, noch übermäßig gefragt. Bisher!

Sauer wird lustig

Denn die lustigen Beeren – beziehungsweise Pillen, die aus den Extrakten der Beere hergestellt werden – haben das Zeug dazu, unsere Koch- und Essgewohnheiten zu revolutionieren. Zitronen etwa sollen nach Einnahme der kleinen Tabletten süß wie Limonade schmecken, während sie Grapefruits die aggressive Bitterkeit entziehen sollen.

Das Gerücht, dass sich das Wunder der Wunderbeeren auch auf die Schärfe von Lebensmitteln wie Chili auswirkt, ist jedoch genau das: Ein Gerücht. Das können wir aus eigener Erfahrung bestätigen, denn natürlich haben wir die große Wirkung der kleinen Mirakelbeeren getestet.

(L'essentiel/Tillate)

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